Aktuelles


Einladung für die Mitgliederjahreshauptversammlung 2011

Termin: Freitag, den 17. Februar 2012 um 19 Uhr
Ort: Vereinszimmer im Gasthaus "Goldenes Schiff" in Maua


Tagesordnung:

Vor der MJHV wird uns Rudi Heyer einen Kurzfilm über seine Naturbeobachtungen im Jahre 2011 vorführen !

1. Begrüßung der Teilnehmer
2. Wahl des Versammlungsleiters
3. Bekanntgabe der Tagesordnung
4. Rechenschaftsbericht des Vorstandsvors. Klaus Götze und Christian Wendler
5. Rechenschaftsbericht zum Finanzjahr 2011 durch Schatzmeisterin Christiane Steinhardt
6. Bericht der Kassenprüfung durch Frau Prof. Birgit Bütow od. Ines Wendler
7. Bericht der NAJU Rothenstein durch Markus Merk
8. Bericht zur Landschaftspflege / NALAP - Verträge durch Dr. Jörg Ozegowski
9. Diskussion zu den Berichten
10. Entlastung des Vorstandes (Abstimmung der Mitglieder)
11. Wahl von 4 Vertretern zur LVV Ende März in Zella - Mehlis am 24.03.2012
12. Sonstiges (u.a. Vereinsprogramm, Eigenjagdbezirk, Biotop- und Artenschutzmaßnahmen, Verteilung von Aufgaben an alle aktiven Mitglieder)

Der Vorstand
Vereinsprogramm für das 1. Halbjahr 2012

Liebe Mitglieder, liebe Freunde des NABU SHK e.V.
Mit Stolz können wir auf unsere Vereinsarbeit im vergangenen Jahr zurückblicken. In der Biotoppflege haben wir 5 - 6 Hektar orchideenreicher Wiesenflächen in den NSG / FFH-Gebieten "Gleistalhänge" und "TÜP Rothenstein" gemäht und uns an der Artenvielfalt erfreut. Ferner wurden 2,5 km Krötenschutzzäune im Rotehofbachtal und Leubengrund von uns betreut und etwa 6000 Lurche unter Leitung der Familie Steinhardt und Familie Fiedler gerettet. Hinzu kamen umfangreiche Artenschutzmaßnahmen, wie das Anfertigen und Anbringen von Vogelnistkästen durch Rudi Heyer und Ingo Apel für Wasseramsel, Mehl- und Rauchschwalbe. Desweiteren wurden 30 Gehöfte mit der Plakette "Schwalben willkommen" des NABU Thüringen durch Rudi Heyer und Ingo Apel ausgezeichnet. Durch die Familie Seime erfolgte die Igelbetreuung in der Station in ihrem Garten. Mit ihrem Wissen und Engagement haben sie vielen gefundenen Igeln das Überleben gesichert und unzähligen Igelfindern mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Die NAJU Rothenstein unter der Obhut von Markus Merk hat sich in 2011 gut entwickelt und führt monatlich einmal in der alten Schule in Rothenstein Veranstaltungen bzw. Wanderungen durch und führt so die Kinder zwischen 6 und 11 Jahren an die Natur heran.
In den Wintermonaten des neuen Jahres sind Vorträge zu Themen des Arten- und Biotopschutzes vorgesehen, zu denen wir alle Naturfreunde gern einladen. Diese Veranstaltungen finden jeden letzten Freitag im Monat um 19 Uhr im Gasthaus "Goldenes Schiff" statt.
Im Mai und Juni finden wieder Vogelexkursionen unter der Leitung erfahrener Ornithologen, wie Rudi Heyer, Dr. Wiesner und Dr. Heller auf dem TÜP Rothenstein, im Röttelmischer Grund und rund um den Speicher Podelsatz statt. Hinzu kommen Orchideenexkursionen auf dem TÜP unter der Führung von Dr. Ozegowski und Dietrich Berger.
Wir freuen uns auf Eure / Ihre Teilnahme

Der Vorstand
Die neue Rote Liste Thüringens der gefährdeten Pflanzen und Tiere beweist es:

Artenschutzziele nicht erreicht

Bis zum Jahre 2010 sollte der Verlust der biologischen Vielfalt weltweit und daher auch in Deutschland gestoppt werden. Das ist nicht gelungen! Somit konnte das 2002 vereinbarte Ziel der 6. Vertragskonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, kurz CBD (Convention on Biological Diversity), das von 192 Mitgliedstaaten und der EU beschlossen wurde, nicht erreicht werden.
Insgesamt 43% (207 Arten) von den heimischen Wirbeltieren sind in den Kategorien der Rote Liste verzeichnet. 132 Arten (28%) sind bestandsgefährdet und 44 Arten (9,2%) stehen auf der Vorwarnliste. 37 Arten sind bereits verschwunden. Auch über 60% der Reptilien in Deutschland gelten als bestandsgefährdet und 500 der 690 bewerteten Biotoptypen sind im Bestand gefährdet. Bei den terrestrischen Biotoptypen liegt der Anteil gefährdeter Typen bei über 50%.
Hauptursachen des Rückganges der Arten und Biotope ist vor allem die intensive Landwirtschaft. Neben dem Einsatz von Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden sind die Aufgabe von Grenzertragsstandorten, die damit einhergehende Verbrachung, Verbuschung und Wiederverwaldung, die Eutrophierung terrestrischer und aquatischer Lebensräume, die Erosion sowie die forstwirtschaftlichen Tätigkeiten, der Landschaftsverbrauch und die Versiegelung der Freiräume die allerwichtigsten Gründe für den Artenschwund. Der Klimawandel spielt kaum eine Rolle.
Viele der NSG und FFH - Gebiete im Freistaat Thüringen werden weder einer angemessenen Pflege noch Kontrollen hinsichtlich ihrer Artenausstattung unterworfen. Es genügt eben nicht, wenn der Gesetzgeber die Schutzgebiete nur ausweist und verwaltet, es verpflichtet ihn auch zum Erhalt der Schutzziele in diesen Gebieten.
Die Fortschreibung der Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt bis zum Jahre 2020 ist zwar politisch bereits vorgegeben, doch wenn dem Einfluß der Landwirtschaftslobby sowie der intensiven Landnutzung und den umweltschädlichen Subventionen (ca. 43 Mio Euro) nicht Einhalt geboten wird, dann wird es auch bis 2020 keine Umkehr im Artenschwund und Biotopverlust geben.
Wir können und wollen darauf nicht warten, sondern weiter etwas tun. Deshalb sind wir gut beraten, unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter zum Erhalt von Arten und Biotopen in den von uns betreuten Schutzgebieten und außerhalb fortzusetzen und werden damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region, wie seit Jahrzehnten praktiziert, auch in den nächsten Jahren zum Wohle der Allgemeinheit leisten.

Christiane Steinhardt, Schatzmeisterin
Jahresrückblick Vereinstätigkeit NABU SHK e.V. 2011

Ab Januar haben wir uns, ob des vielen Schnees und der Kälte, um die heimischen Singvögel gekümmert und sie mit Futter versorgt. So ging das bis Ende Februar und bereits Ende März mußten wir die Krötenzäune im Rotehofbachtal und im Leubengrund aufstellen, da sich um diese Zeit bereits einige vorwitzige Grasfrösche und Erdkröten auf dem Weg zu ihren Laichgewässern befanden. Dieses mal halfen uns bienenfleißige Kinder sowie Jugendliche beim Aufbau der Amphibienschutzzäune mit, die dann über 4 Wochen durch die Familie Steinhardt nebst Freunden betreut wurden. Ende April war die Wanderung der Kröten, Molche und Frösche zu Ende und sowohl im Rotehofbachtal als auch im Leubengrund wurden insgesamt 6000 bis 7000 Amphibien gerettet. Hier möchten wir den Autofahrern herzlichen Dank sagen für ihre vorsichtige Fahrweise.
Bereits Anfang Mai haben wir fast an jedem Sonnabend Exkursionen im gesamten Landkreis durchgeführt, die als Themenschwerpunkte den Orchideen und der Vogelwelt galten. Vor allem die Wanderungen auf dem ehem. Truppenübungsplatz Rothenstein waren sehr frequentiert und so konnten wir hunderten von Besuchern die Schönheiten der heimischen Flora und die artenreiche Tierwelt zeigen. Dazu konnten wir Besucher aus befreundeten NABU - Vereinen begrüßen, aber auch viele Menschen aus Jena und aus dem SHK sowie aus dem ganzen Bundesgebiet.
Ab August bis weit in den September hinein wurden blumenreiche Wiesen von ca. 8 bis 12 ha Größe in den NSG "Gleistalhänge" und "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" gemäht und von der Biomasse befreit. Das Problem mit der sinnvollen Verwendung des Heus bleibt, denn weder eine Biogasanlage noch eine Biomasseanlage in der Region nimmt das kohlenstoffreiche Heu ab. Gerne würden wir das Heu an Landwirte weitergeben.
Durch unser Engagement zum Erhalt der regionalen biologischen Vielfalt konnten wir mit einer über 80% igen Förderung der Stiftung Naturschutz Thüringen einen neuen Gebirgsrasenmäher kaufen, um auch im kommenden Jahr die oft steilen Trockenwiesen mähen zu können.
Fertig gestellt wurden die Projekte "Umbau des ehem. Pumphauses Magersdorf", unter der Leitung von Rudi Heyer und mit Hilfe der NABU Mitglieder Volkmar Schmeißer und Ekkehardt Rauch, in ein Refugium für höhlenbrütende Singvögel und Fledermäuse, sowie der Einbau von Nistkästen für Fledermäuse am Walpersberg und auf dem TÜP durch Dominik Huber. Über 4 Dutzend schwalbenhausfreundliche Hausbesitzer, die Bruten der Mehl- und Rauchschwalben dulden, wurden vor Ort durch Rudi Heyer ausgezeichnet.
Die Familie Roland Seime hat auch in diesem Herbst und Winter viele Igel in ihre Obhut genommen und unermüdlich den Findern von Igeln mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Auch die NAJU Kindergruppe, unter Leitung von Markus Merk aus Jägersdorf, hat regen Zuspruch zu verzeichnen.
Vielen Dank auch an alle nicht genannten Aktiven für ihre geleistete Ehrenamtsarbeit sowie auch für die gute Zusammenarbeit mit den Redaktionen der OTZ / TLZ Jena und Stadroda sowie der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal.

Klaus Götze, Vorsitzender
NEU - NABU - STAMMTISCH zum Thema Igelschutz

Im Rahmen der Herbstveranstaltungen findet am Freitag, den 28.10. um 19 Uhr, im Gasthaus "Goldenes Schiff" in Maua ein öffentlicher NABU - Stammtisch statt.
Die Leitung hat Roland Seime, der die Igelstation betreut. Er wird über seine langjährige Erfahrung im Umgang mit den Igeln bei der Unterbringung, der optimalen Versorgung von Igelkinder und der Überwinterung der Stacheltiere auf seiner Farm sowie über den Bau von Winterquartieren berichten.
Weitere Themen sind der Schutz und die Gefährdung von Feldhase, Rebhuhn, Feldlerche und Wachtel im NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" im Zusammenhang mit dem 2012 geplanten Eigenjagdbezirk des NABU SHK e.V., dessen Verantwortlicher Hugo Wissink ist.
Gäste sind ganz herzlich willkommmen. Fragen und diskutieren Sie mit beim neuen Stammtisch in froher und geselliger Runde!
Für eine gute Gastlichkeit sorgen die Wirtsleute Familie Petersdorf im "Goldenen Schiff".

Der Vorstand
Einladung zum Landschaftspflegeeinsatz TÜP Rothenstein

Unser letzter ehrenamtlicher Arbeitseinsatz in diesem Jahr findet am Sonnabend, den 22. Oktober statt.
Wir treffen uns um 8.30 Uhr am Parkplatz SCONTO in Rothenstein.
Dauer des Einsatzes, etwa 4 - 5 Stunden.
Die Leitung der praktischen Arbeit hat Dr. Jörg Ozegowski. Vorgesehen ist die Beräumung des Heus einer großen Wiese im Löschtal. Für den Abtransport der Biomasse und für die Verpflegung ist Christian Wendler zuständig.
Die Arbeitsgeräte wie Rechen, Gabeln und Handschuhe werden vom NABU KV zur Verfügung gestellt. Verantwortlicher ist Christian Wendler, der sich auch um den Abtransport der Biomasse kümmern wird.
Bitte festes Schuhwerk und regenfeste Kleidung nicht vergessen !

Viel Freude und gutes Gelingen
Der Vorstand
Mitgliederservice 2 / 2011

des Kreisverbandes NABU SHK e.V. vom 12. August 2011

Hier unsere aktuellen Informationen

1. NABU Stiftung kauft weitere Flächen auf dem TÜP
Derzeit beträgt unser Flächenbesitz 150,2 Hektar. Zusätzlich werden weitere 40 bis 50 Hektar naturschutzwertvoller Flächen durch die Stiftung "Nationales Naturerbe" des NABU im Herbst gekauft. Die Gelder stammen von Spendern aus dem gesamten Bundesgebiet, die das NSG kennen und lieben.

2. Eigenjagdbezirk
Unser langjähriges Vereinsmitglied Hugo Wissink wird noch in diesem Jahr für die jagdlichen Belange auf den vereinseigenen Flächen des NSG TÜP Rothenstein verantwortlich sein und hat bereits jetzt dafür gesorgt, daß die Anzahl der frei laufenden Hunde zurück gegangen ist, da laufend Kontrollgänge von ihm durchgeführt werden. Auch Reiten ist auf den Flächen des Schutzgebietes verboten, wird aber oft mißachtet.

3. Kindergruppe Rothenstein sucht noch Kinder zum Mitmachen
Die Kindergruppe hat ihren Sitz in Rothenstein und wird von unseren Mitstreitern Markus Merk und Jürgen Sünkel, unter Mitarbeit von Laura Könnitz, geleitet. Wir hoffen auf einen positiven Bescheid. Wir nehmen gerne noch Kinder in unsere Gruppe auf!

4. Veto gegen Ablassen und Aufgabe der ehem. Wasserspeicher
Gegen das Aufschlitzen der Dämme von 56 ehemaligen herrenlosen Wasserspeichern aus DDR - Zeiten haben wir unser Veto eingelegt und beim Thüringer Umweltministerium angerufen. Wir haben gebeten, dass alle Speicher auf ihre Sicherheit geprüft werden müssen. Solche, die baulich okay sind, müssen für den Naturschutz erhalten werden. Die billigste Lösung des Aufschlitzens der Gewässerdämme halten wir für zu kurzsichtig. Auch im SHK wurde im April bereits ein Wasserspeicher bei Möckern abgelassen. Der Podelsatzer Speicher wurde davon verschont, da der Angelverein Jena das Gewässer vor einigen Jahren gekauft hat. Hier läßt sich Angeln und Naturschutz gut miteinander verknüpfen, wie die hohe Artenvielfalt bei unserer letzten Vogelexkursion im Mai 2011 zeigte.

5. Geplante landschaftspflegerische Einsätze
Im September sind, wie jedes Jahr, wieder mehrere Arbeitseinsätze im Naturschutzgebiet "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" geplant. Vorgesehen sind vor allem umfangreiche Mahden von Frischwiesen und Wiesen trockener Standorte. Nur durch diese traditionelle Naturschutzpflege dieser insgesamt 8 bis 10 ha großen Flächen können die blumenreichen Wiesen erhalten werden. Sollten Sie Lust haben mitzuhelfen, dann sind Sie herzlich willkommen. Dabei gibt es Arbeit, aber auch viel Spaß und Freude miteinander.
Hier die Termine :
Sonnabend 17. September 2011: 8.30 bis 15 Uhr, Treffpunkt SCONTO Parkplatz Rothenstein, Entbuschung und Mahd der Waldwiesenstreifen im hinteren Löschtal
Sonnabend 8. Oktober 2011: 8.30 bis 15 Uhr, Treffpunkt SCONTO Parkplatz Rothenstein, Mahd einer NALAP - Vertragsfläche im hinteren Löschtal und Beräumung der Wiese von der Biomasse.
Die Bereitstellung der Geräte (Gabeln, Heurechen) erfolgt durch den Kreisverband. Das Frühstück inkl. Getränke spendet das Ing. - Büro Dr. Jens Götze, Jena, Lutherstraße 131.
Bitte festes Schuhwerk, Handschuhe und Kleidung mitbringen. Telefonische Anmeldungen erbeten unter Tel. - Nr. 036424 / 54644

Klaus Götze, Vorsitzender
Christiane Steinhardt, Schatzmeisterin
Christian Wendler, Stellv. Vorsitzender
NATUR PUR ! - Langer Tag der Natur

Zum ersten Mal findet unter der Schirmherrschaft unserer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht der "Lange Tag der Natur" des NABU in ganz Thüringen statt. Entstanden ist die Idee für diesen Tag im Wartburgkreis. Hier fand 2010 der erste "Lange Tag der Natur" statt. Nun wollen wir auch hier in der Region am 25.06.2011 diese Aktion durchführen und den Menschen die Schönheit und biologische Vielfalt der heimischen Natur nahe bringen. Dazu laden wir alle recht herzlich ein !
Jung und Alt, Familien und Schulklassen geben wir dazu die Gelegenheit bei Gespächen und Exkursionen in das NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal".

Termin: 25.06.2011 um 9.00 Uhr
Treffpunkt: SCONTO - Parkplatz in Rothenstein


Leitung der ornithologischen Exkursion: Rudolf Heyer, Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Über den Kuhberg zur Erdstoffdeponie, dann weiter über den Offenlandbereich ins vordere Löschtal und zurück. Vor allem den Brutvögeln gilt die Aufmerksamkeit und dem großen Verlust an Hecken und Gebüschen im gesamten Offenland, durch die nicht naturschutzfachlich zu begründende Entnahme von Hecken und Sträuchern durch die Schäferei Keuler. Ein Fernglas sollte mitgebracht werden.

Leitung der Schmetterlingswanderung: Egbert Friedrich, Dauer: ca. 2 bis 2,5 Stunden
Die erste Schmetterlingswanderung zur besten Flugzeit der Tagfalter wird Egbert übernehmen, der als langjährig tätiger Entomologe alle Falter kennt und auf die außerordentliche Vielfalt der Arten auf dem TÜP eingehen wird. Vor allem für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren ein interessantes Betätigungsfeld.

Die vorgesehene Abendexkursion zu den Nachfaltern wird auf Juli verschoben

Leitung der Orchideenexkursion: Dr. Jörg Ozegowski, Dauer: ca. 2 bis 2,5 Stunden
Entlang des Weinbergweges am Südhang des Lichtersberges bis ins hintere Löschtal wird es gehen und Jörg wird den Teilnehmern von der jährlichen Mahd der Trockenwiesen und deren Beräumung von der Biomasse berichten. Auch über Schnitttermine und die zunehmende Verbuschung wird informiert. Seit 1993 werden jedes Jahr von uns etwa 6 bis 8 ha Wiesen gepflegt.

Leitung der Fledermausexkursion: Dominik Huber, Dauer: ca. 1,5 bis 2 Stunden
Die für Kinder ab 5 Jahren geeignete Wanderung zu den Teichen, Tümpeln und Quellen wird die meisten Wanderer überraschen von der Vielfalt an Lurcharten, die es bei uns gibt. Man kann auch Tiere aus der Nähe betrachten und in die Hand nehmen. Daher empfehlen wir Handschuhe. Über die Fledermäuse und ihre Lebensweise wird auch berichtet und auch darüber, wie viel Mühe die Beobachtung der Flattermänner macht.

Auf diesen Exkursionen, die von Fachleuten des NABU SHK e.V. geleitet werden, soll in der Natur den Teilnehmern vermittelt werden, welche Bedeutung das NSG für den Erhalt der biologischen Vielfalt besitzt und es soll aber auch darauf aufmerksam gemacht werden, welches Engagement die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des NABU KV SHK e.V. jährlich aufbringen, um dieses Gebiet zusammen mit der Schäferei Keuler aus Altendorf zu pflegen und zu erhalten.
Nur das was der Mensch kennt und liebt, wird er auch auf Dauer schützen und erhalten. Mit der Projektidee "Orchideen statt Panzer" haben wir uns bei der Vergabe des Deutschen Naturschutzpreises beim Bundesamt für Naturschutz beworben.

Um Spenden zum Kauf eines Mähgerätes wird gebeten

Klaus Götze, Christiane Steinhardt
Einladung zur vogelkundlichen Wanderung

Der Vorstand des NABU Kreisverbandes SHK e.V. lädt zur vorerst letzten Wanderung ein.
Dieses Mal wird uns der bekannte Jenenser Ornithologe in das NSG Schönberg bei Röttelmisch im Reinstädter Grund führen. Geeignet ist die mit schwierigem Gelände verbundene ornithologische Wanderung nur für ausdauernde und trittsichere Personen. Feste Schuhe anziehen und Fernglas mitbringen.
Um eine Spende für die Anfertigung von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse wird gebeten !

Treffpunkt: Ortsmitte von Röttelmisch, Reiterhof
Datum / Uhrzeit: Samstag 18.06.2011 um 8.00 Uhr
Dauer der Wanderung: 3,5 bis 4,5 Stunden

Mit herzlichen Grüßen
Klaus Götze, Vors.
NABU - Stellungnahme erfolgreich

Im Rahmen der Festsetzung der Wasserschutzgebiete für die Trinkwassertalsperre Leibis / Lichte im Thüringer Schiefergebirge wurde die von mir im Namen des NABU Thüringen e. V. erarbeitete Stellungnahme vom 21.10.2010 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt Weimar berücksichtigt und damit konnte eine unverträgliche Härte auf das Gemeinwesen und die Einwohner der Fröbelstadt Oberweißbach und der Gemeinden Cursdorf und Deesbach verhindert werden.
Gemäß der Veröffentlichung im Thüringer Staatsanzeiger Nr. 10/2011 vom Februar 2011 wird es keine Belastungen der Stadt und der Gemeinden geben, da der Katzestollen durch meine Stellungnahme nicht in das Wasserschutzgebiet mit einbezogen wurde.
Die Verwaltungsgemeinschaft und die Bürgermeister werden froh sein, dass dieses unerfreuliche Kapitel jetzt durch den Verwaltungsakt des LVA Weimar vom
9. Februar 2011 beendet wurde.
Der NABU SHK e. V. freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Verwaltungsgemeinschaft, den Gemeinderäten und den Bürgermeistern in der Bergbahnregion.
Zu Fragen über die einzelnen Schutzzonen und die Schutzbestimmungen stehe ich allen Interessierten gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Götze, Vorsitzender
Biber breiten sich weiter aus !

Am Donnerstag, den 27.01.2011 um 16 Uhr, zeigte der MDR einen Film mit dem Titel "Willkommen Biber", den Franz Koschewski an der Saale zwischen Stöben und Porstendorf bis Kahla gedreht hatte. In einer umfassenden Bilddokumentation wurden die aktuell bei uns heimisch gewordenen Biberfamilien Tag und Nacht beobachtet unter der Regie von Dr. Siegfried Klaus, dem Biberbeaufragten des NABU Thüringen.
Derzeit existieren mehrere Familien in der Nähe von Wichmar und bei Porstendorf. Die Nager wurden in ihren Burgen durch Mikrofone belauscht, gefilmt bei ihren nächtlichen Ausflügen und bei der Nahrungsaufnahme im Wasser und an Land. So konnten in der Biberburg Porstendorf sechs Tiere festgestellt werden, davon 2 erwachsene Biber und 4 Jungbiber verschiedenen Alters. Der Erstnachweis eines Bibers bei Wichmar stammt aus dem Februar 2007.
Ende des vergangenen Jahres wurden von Herrn Dr. Siegfried Klaus Fraßspuren des Bibers in Kahla an der Saale unterhalb des Dohlensteins festgestellt. Dieses konnte von unserem NABU - Mitglied Rudolf Heyer bestätigt und die typischen Kegelschnitte im Bild festgehalten werden. Dieser Nachweis zeigt, wie die großen Nager langsam die Saale hinauf wandern und sich neue Lebensräume suchen. Immerhin liegt Kahla 14 km flußaufwärts von Porstendorf.

Bibernagespur in Kahla an der Saale (Foto: R. Heyer) Biber an der Saale bei Wichmar (Foto: R. Heyer)

Mitgliederjahreshauptversammlung 2010

Wegen Krankheit von Christian Wendler und einer Reise von Christiane Steinhardt konnte die MJHV am 14.01.2011 nicht durchgeführt werden.

NEUER Termin: Freitag, den 25. Februar 2011 um 19 Uhr
Ort: Gasthaus "Goldenes Schiff" in Maua

Tagesordnung:

1. Begrüßung der Teilnehmer
2. Wahl des Versammlungsleiters
3. Bekanntgabe der Tagesordnung
4. Rechenschaftsberichte Vors. Klaus Götze / Stellv. Vors. Christian Wendler
5. Bericht zur Landschaftspflege / NALAP - Verträge durch Dr. Jörg Ozegowski
6. Bericht zum Finanzjahr 2010 durch Schatzmeisterin Christiane Steinhardt
7. Bericht der Kassenprüfung durch Frau Prof. Dr. Bütow oder Ines Wendler
8. Diskussion zu den Berichten
9. Entlastung des Vorstandes
10. Wahl von 4 Vertretern zur LVV
11. NAJU - Bericht
12. Sonstiges

Der Vorstand
Positiv - Die Entwicklung des NABU Kreisverbandes SHK in 2010

Im zurückliegenden Jahr bildeten der aktive Artenschutz und die Biotoppflege, sowie die Öffentlichkeitsarbeit die wichtigsten ehrenamtlichen Tätigkeiten des Kreisverbandes.
Wie in jedem Jahr waren der Auf- und Abbau der über 2,5 km langen Amphibienschutzzäune im Rotehofbachtal, sowie deren intensive Betreuung (jeden Tag 2 Kontrollgänge) wichtige Maßnahmen zum Schutz und zur Bestandsentwicklung heimischer Lurche wie Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch, Teichmolch, um einige Arten zu nennen. Diese Arbeiten zogen sich von Ende März bis Mitte April hin.
Im Sommer wurden wieder Familienwanderungen und Exkursionen in verschiedenen NSG durchgeführt, die eine große Resonanz bei der Bevölkerung fanden.
Auch der Umbau eines alten, ehemaligen Pumpenhauses in Magersdorf zu einem Refugium für Vögel und Fledermäuse ist realisiert worden. Hinzu kommen der Bau und die Installation von Bruthilfen für Sing- und Greifvögel im Landkreis.
Die Schaffung von neuen Stillgewässern auf dem TÜP Rothenstein war eine der wichtigsten Arbeiten im Herbst. Durch diese Tümpel ist der Lebensraum vom Aussterben bedrohter Lurche mit europaweitem Schutzstatus erweitert worden.
Die Mahd von etwa 16 ha Trockenwiesen im NSG "Gleistalhänge" und im NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde mit der Gewinnung von Heu als Winterfutter von Schafen wurde von vielen Mitgliedern und Freunden des Vereins Ende des Sommers durchgeführt.
Auch ist unsere Kindergruppe weiter gewachsen und hat bereits einige Treffen in der alten Schule in Rothenstein durchgeführt.
Die Auszeichnung der Kirchen Schöngleina und Schlöben für ihre vorbildliche Arbeit zum Schutz der Fledermäuse und Schleiereulen bildete einen der Höhepunkte in der Vereinstätigkeit.
Es hat aber auch Gefährdungen der Schutzgebiete gegeben. So hat sich herausgestellt, daß vom zeitigen Frühjahr an fast täglich Leute mit unangeleinten Hunden auf dem Schießplatz beobachtet wurden. Dadurch erfolgten Beunruhigungen von bodenbrütenden Vögeln, insbesondere von Rebhuhn, Wachtel, Feldlerche und auch Feldhasen wurden tot gebissen und die im Gebiet weidenden Schafe gestört. Wir haben mit den Hundehaltern gesprochen und sie über die Verordnung zum NSG aufgeklärt, doch die wenigsten haben sich daran gehalten. So blieb uns nur der Weg der Anzeige bei der Behörde.
Sehr positiv ist zu vermerken, daß etwa 10 bis 15 % der Mitglieder des Kreisverbandes aktiv tätig sind und jeder Aufgaben und damit Verantwortung übernimmt. Der Vorstand des Kreisverbandes möchte sich bei allen seinen aktiven wie auch bei allen anderen Mitgliedern des Vereins, sowie bei seinen Freunden, aber auch bei dem Verein für Angeln und Naturschutz Thüringen, sowie bei der Unteren Naturschutzbehörde des LRA Eisenberg und bei der VG Südliches Saaletal und Dornburg für die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken.

Klaus Götze, Vorsitzender


Vereinsprogramm für das 1. Halbjahr 2011

Im Jahre 2011 sind, wie in den vergangenen Jahren, eine Vielzahl von Vereinsaktivitäten in Form von Vorträgen, Exkursionen, Wanderungen, Arbeitseinsätzen und geselligen Veranstaltungen geplant, an denen sowohl unsere Mitglieder als auch Freunde des NABU teilnehmen können.
Wie jedes Jahr werden auch in diesem Frühjahr wieder die Amphibienschutzzäune im Rotehofbachtal zwischen Geisenhain und Wolfersdorf sowie im Leubengrund bei Kahla, aufgebaut und 4 Wochen lang früh und abends kontrolliert. Wie geplant sind vogelkundliche Exkursionen und Wanderungen zu den Orchideen in Schutzgebiete des Saale - Holzland - Kreises vorgesehen.
In den Monaten Januar bis April finden Vorträge im Vereinslokal "Goldenes Schiff" in Maua zu Themen des Arten- und Naturschutzes im Landkreis statt.

Der Vorstand
Mitgliederservice 2 / 2010

des NABU Kreisverbandes SHK e.V. vom 1. Dezember 2010

Hier aktuelle Informationen vom Vorstand

1. NABU Stiftung kauft 2011 weitere Flächen auf dem TÜP
Auf der Hauptausschußsitzung des Landesverbandes im Oktober 2010 in Sömmerda sicherte der Chef der NABU - Stiftung Christian Unselt dem für den NABU Kreisverband SHK e.V. anwesenden Christian Wendler den Kauf weiterer LEG Flächen auf dem TÜP Rothenstein zu. Derzeit beträgt der Flächenbesitz 150,2 Hektar. Dem entsprechend wurde der Betreuervertrag zwischen der Stiftung "Nationales Naturerbe" und dem Vorstand des KV im Oktober erneuert. In diesem Zusammenhang sind wir u.a. verantwortlich für die Wahrnehmung der Verkehrssicherheit und für die Durchführung von Pflegearbeiten (Mahd und Entbuschungen sowie Nachpflanzungen von abgängigen Obstgehölzen und Sträuchern). Zur Erfüllung dieser Verpflichtung ist der Vorstand berechtigt, bei Verhandlungen und Abschlüssen von Pacht- und Pflegeverträgen an Dritte die Interessen der Stiftung nach vorheriger Abstimmung wahrzunehmen und zu kontrollieren.

2. Umbau Pumpenhaus Magersdorf abgeschlossen
Dank der Initiative von Rudi Heyer wurde das ehemalige Pumpenhaus Magersdorf als Refugium für Fledermäuse und Singvögel umgebaut. Am Umbau halfen Ekkehardt Rauche aus Hermsdorf und Volkmar Schmeißer aus Göschwitz tüchtig mit. Jetzt steht nur noch der Einbau von Grobschotter rund um die Grundmauer an. Diese Arbeiten erfolgen nach dem Winter. Die Feuerwehr des Ortes hat uns in keiner Weise geholfen, obwohl uns dies vor Beginn der Umbauten des Sockels versprochen wurde.

3. Neue geschobene Tümpel auf dem TÜP
Anfang September haben wir mit Hilfe einer bei Maua ansässigen Firma ein halbes Dutzend kleiner Tümpel geschaffen, die ganz lebensnotwendig für die auf dem TÜP heimischen Amphibien sind und ihnen neue Biotope bieten. Viele der alten Teiche und Tümpel sind verlandet. Vor allem der Kammmolch, die Kreuzkröte und die Gelbbauchunke werden davon profitieren. Nach Vorortbegehungen sind fast alle Tümpel wassergefüllt! Die Kosten für die zweitägigen Baggerarbeiten hat der KV selbst getragen, während die Kosten für den Baggerfahrer von unserem Mitglied Hugo Wissink übernommen wurden. Vielen Dank für die Spende!

4. Förderung des Ehrenamtes gesichert
Für die im Januar neu gegründete Kindergruppe NAJU Rothenstein hatten wir im März 2010 einen Antrag zur Förderung des Ehrenamtes beim 1. Beigeordneten im LRA Eisenberg gestellt. Der Antrag wurde im Spätsommer erfreulicherweise positiv beschieden. Wir erhalten 200 Euro zur Förderung der NAJU - Kindergruppe bei Vorlegen von Ausgaben (Belege sind beizubringen). Die Kindergruppe hat ihren Sitz in Rothenstein und wird von unseren Mitstreitern Markus Merk und Jürgen Sünkel geleitet unter Mitarbeit von Laura Könitz.

5. Geplante Projekte in 2011
Im nächsten Jahr stehen wieder einige Projekte an. Dazu gehören der Umbau der alten Trafostation in Rodias bei Zimmern zu einer Bleibe für höhlenbrütende Singvögel und Fledermäuse (2 Arten wurden bereits nachgewiesen) in Zusammenarbeit mit Michael Franz von der Interessengemeinschaft Fledermausschutz in Thüringen (IFT). Auch der Bau von Niströhren für den zuletzt 2010 auf dem TÜP verhörten Wiedehopf durch Rudi Heyer sind geplant.

Herzliche Grüße

Christiane, Christian und Klaus
Gartenrotschwanz - Vogel des Jahres 2011

Mit der Wahl des Gartenrotschwanzes als Vogel des Jahres 2011 möchten der NABU Bundesverband und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz Bayern, auf die Bedeutung und Gefährdung des vor allem in Gärten, Parkanlagen und Streuobstwiesen sowie in lichten Wäldern und halboffenen Landschaften vorkommenden Vogels hinweisen.
Der Appell richtet sich aber auch an die NABU - Aktiven vor Ort, also an uns als Mitglieder des Kreisverbandes, sich im nächsten Jahr verstärkt dem Rotschwanz zu widmen. Daher haben wir uns vorgenommen, dem Gartenrotschwanz unsere Aufmerksamkeit zu widmen, die mit ganzjähriger Öffentlichkeitsarbeit, Erfassen der Bruten in Gärten von Mitgliedern des Naturschutzbundes Saale - Holzland - Kreises und in den von uns seit Jahren betreuten Schutzgebieten einhergehen soll.
Auch unsere NAJU - Kindergruppe Kahla wird bei dem kommenden Kinderwettbewerb "Erlebter Frühling" dem Gartenrotschwanz als Frühlingsboten ihre Referenz erweisen.
Materialien zum Vogel des Jahres wie Broschüren, Aufkleber, Plakate und Faltblätter zum "Erlebten Frühling" können in der Landesgeschäftsstelle des NABU Thüringen in Leutra, unter Tel. 03641 / 605704 bestellt werden.

Gartenrotschwanz

Aktion "Lebensraum Kirchturm"

Auszeichnung der Kirchen Schlöben - Schöngleina am 3. Oktober

Im Rahmen des diesjährigen Erntedankfestes am 3. Oktober 2010 wurden die Kirchgemeinden Schlöben und Schöngleina durch den stellvertretenden Vorsitzenden des NABU SHK e.V., Herrn Christian Wendler, mit der Urkunde für die erfolgreichen Aktionen "Lebensraum Kirchturm" in der Schlöbener Kirche vor zahlreich erschienenen Gemeindemitgliedern und Gästen ausugezeichnet.
Die gemeinsam vom NABU Bundesverband und dem Beratungsausschuß für das Deutsche Glockenwesen vor wenigen Jahren ins Leben gerufene Aktion "Lebenssraum Kirchturm" hat nun auch den Saale - Holzland - Kreis erreicht. Aus unserer Sicht hat sich die Kirchengemeinde Schlöben / Schöngleina diese Auszeichnung redlich verdient, denn die Kirchen beider Ortschaften sind Herbergen von mehreren, europaweit geschützten Fledermausarten und auch die Schleiereule, eine seltene, vom Aussterben bedrohte Eule, brütet seit vielen Jahren im Schlöbener Kirchturm. Aber auch die selten bei uns brütende Dohle zieht ihre Jungen in der Schöngleinaer Kirche groß wie auch der Turmfalke, der dem Landwirt bei der Mäusebekämpfung hilft. Unser Dank gilt daher Pfarrer Elsässer, der um den Mangel an Wohnraum für diese Tiere weiß und ihnen in der Zukunft steten Zuzug garantiert und zukommen läßt. Er war es auch, der unseren Mitgliedern Günther Oehmigen aus Eisenberg und Jürgen Till aus Kahla die Anbringung der selbst gebauten Schleiereulenkästen und Kästen für die Dohle als auch Nistkörbe für die Turmfalken erlaubte. Diese Quartiere, vor einigen Jahren installiert, wurden von den Vögeln angenommen. Die Fledermäuse fühlen sich in den sommerwarmen Giebeln und unter den Dächern der Kirchen sehr wohl und ziehen dort ihren Nachwuchs in aller Stille auf. Ergänzt werden die positiven Entwicklungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt im dörflichen Bereich durch das hohe Engagement von Frau Almuth Egert die es verstanden hat, einen naturkundlichen Verein im Ort Schlöben zu gründen. Unter Ihrer Regie wurden im Pfarrgarten ein Teichbiotop sowie ein Insektenhotel angelegt und in der Umgebung der Gemeinde wurden 52 Nistkästen als Bruthilfen für Singvögel installiert. Das ist aller Ehren wert! Wir vom Kreisverband haben uns deshalb gefreut, Herrn Pfarrer Elsässer und Frau Egert, die Urkunden zur erfolgreichen Aktion "Lebensraum Kirchturm" überreichen zu dürfen. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Freude bei der Beobachtung und praktischen Arbeit im Sinne des Naturschutzes und guter Zusammenarbeit mit dem NABU des Landkreises.

Klaus Götze, Vorsitzender


Unser stellv. Vorsitzender Christian Wendler bei der Übergabe der Auszeichnung (Foto: R. Heyer, NABU SHK)

Aktiver Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Landkreis

Schaffung neuer Tümpel auf dem TÜP Rothenstein für bedrohte Amphibien

Dieses Wochenende vom 03.09. bis 04.09.2010 war eines der wichtigsten im ganzen Jahr, denn nach den im vorigen Jahre 2009 vergeblichen Bemühens beim LVA Weimar um Projektmittel für den amphibischen Artenschutz im "Jahr der Biologischen Vielfalt" haben wir es nun aus eigener Kraft und mit Hilfe eines hier nicht genannten Sponsors geschafft, ein halbes Dutzend neuer kleiner und größerer Tümpel im NSG / FFH-Gebiet "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" mit Hilfe eines kleinen Baggers in zwei Tagen fertig zu stellen. Damit stehen den streng geschützten Amphibienarten wie Kreuzkröten, Gelbbauchunken und den Kammmolchen wieder neue aquatische Lebensräume zur Verfügung, die nach unseren Erfahrungen in kürzester Zeit von den Lurchen angenommen und besiedelt werden.
Die meisten Tümpel werden nur über Niederschläge gespeist, nennen sich "Himmelslöcher" und werden nur zeitweise Wasser im Winter und Frühjahr führen, während der größere Teich im hinteren Löschtal durch ganzjährig schüttende Quellen aus dem Buntsandstein gespeist wird. Verdichtete, tonige Substrate der Teichböden verhindern eine schnelle Versickerung des Wassers. Die Teiche und Tümpel sind zwischen 20 bis 50 Quadratmeter groß, nur etwa 0,3 bis 1,0 m tief und stellen damit günstige Biotope zum Ablaichen der auf dem TÜP existierenden Amphibienarten dar. Die Lage der Tümpel in der freien Landschaft garantiert die ganztägige Besonnung, so daß sich das Wasser schnell erwärmen kann und bieten damit günstige Ausgangsbedingungen zur Reproduktion von Amphibien. Das unebene Geländerelief mit Runsen, Abgrabungen, locker liegenden Steinen und Ablagerungen der ausgehobenen Erdschichten (Wall) bieten den Tieren Verstecke in der unmittelbaren Umgebung der Tümpel vor Fraßfeinden.
Solche Lebensräume sind auf dem TÜP sehr rar, da fast alle Tümpel aus den Zeiten der von 1946 bis 1993 gehenden militärischen Nutzung des Gebietes durch die Rote Armee im Laufe der Jahre verlandet oder zugewachsen sind. Daher wurde von uns dieses Projekt angeschoben und mit dem Nutzer der Flächen sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Eisenberg vor Ort abgestimmt.
Wir beabsichtigen, die Besiedlung der Gewässer mit Pflanzen und Tieren in den kommenden Jahren zu beobachten und zu dokumentieren.
An dieser Stelle sei nochmals dem uns befreundeten Tiefbaubetrieb aus Jena und dem Baggerführer Bodo gedankt, der trotz der Nässe alle Arbeiten geschickt und ohne Probleme ausführte, die vor Ort von den NABU - Aktiven Rudi Heyer, Hans Kraußer und Roland Seime begleitet wurden.

Klaus Götze


Foto: H. Kraußer - NABU SHK

Wiesenmahd in den Schutzgebieten hat begonnen

Mitglieder des NABU SHK e.V. haben Mitte August damit begonnen, im NSG "Gleistalhänge" die wichtigsten Kalkmagerrasen zu mähen und von der Biomasse zu befreien. Diese Grünlandlebensräume beherbergen als schutzwürdige Kulturrelikte einen bedeutenden und unverzichtbaren Teil des naturräumlichen Artenschutzes im Landkreis und ihre Pflege erweist sich immer als sehr zeitaufwendig. Auf den etwa 5 - 6 ha großen Wiesen auf der Flachsleite, am Zietsch und im Sperbergrund sowie am Poxdorfer Hang kommen eine Reihe seltener und teilweise hochgradiger Orchideenarten vor, die wegen ihrer schwachen Konkurrenzfähigkeit und Sensibilität gegenüber Gräsern und Stauden inkl. Gebüschaufwuchs mindestens alle 2 bis 3 Jahre einer Mahd unterworfen werden müssen, um ihre Bestände zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Zu den wichtigsten Orchideen an den Gleistalhängen zählen Blasses Knabenkraut, Dreizähniges Knabenkraut, Spinnen-, Fliegen-, Bienenragwurz, Frauenschuh und Purpurknabenkraut. Die späte Mahd nach der Blüte hat sich nach der über 30 jähriger Erfahrung in der Pflege dieser Bereiche als sehr günstig erwiesen, denn nach den neuesten Zählungen der Bestände sind diese sukzessive in jedem Jahr gewachsen und haben sich auch in den benachbarten Flächen ausgebreitet. So konnten sich vor allem die Bestände des Dreizähnigen Knabenkrautes auf der Flachsleite erholen und in diesem Jahr wurden über Tausend Exemplare gezählt. Derzeit macht uns das nasse Wetter große Schwierigkeiten bei der Handmahd als auch bei der Beräumung der Biomassen. Auf dem TÜP Rothenstein wurden Ende voriger Woche die großen Flächen mittels maschineller Mahd von der Biomasse befreit und das Heu als Futter gewonnen. Die Flächen befinden sich in einem sehr guten Zustand. Weitere Arbeitseinsätze sind im September eingeplant.

Dr. Jörg Ozegowski


Vereinsprogramm im 2. Halbjahr 2010

Mit viel Stolz können wir auf das erste Halbjahr 2010 zurückblicken. Insgesamt wurden 10 Exkursionen im Mai bis Juni durchgeführt, die von unserem Ornithologen Rudolf Heyer, den Orchideenkennern Dr. Jörg Ozegowski und Lothar Gehroldt sowie Dietrich Berger und Dr. Heller durchgeführt wurden. Stets waren die Wanderungen vor allem auf dem TÜP Rothenstein sehr gut besucht, aber auch die spezielle vogelkundliche Exkursion zu den Podelsatzer Teichen erfreute sich großer Besucherresonanz. Probleme gab es bei einigen Wanderungen mit zu vielen Leuten, die ohne Absicht auch Pflanzen zertraten und es dem Exkursionsführer schwer machten, allen Teilnehmern die Informationen über das besuchte Schutzgebiet nahe zu bringen.
Auch bei der Installation und dem Abbau der Krötenzäune machten viele von uns mit, und da möchte sich der Vorstand ganz herzlich bei Reinhard Bütow, Ekkehard Rauche, Günther Oehmigen, Klaus Rücknagel, Rudolf Heyer, Dominik Huber und Volkmar Schmeißer bedanken. Die täglichen Kontrollen übernahmen Christiane Steinhardt und Klaus Rücknagel, die vier Wochen lang früh und abends unterwegs waren. Herzlichen Dank, denn es wurden über 6000 Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern gebracht.

Euer Klaus Götze, Vorsitzender
Artenschutzziel 2010 verfehlt

Bis zum Jahre 2010 sollte der Verlust der biologischen Vielfalt weltweit und daher auch in Deutschland gestoppt werden. Das ist nicht gelungen! Somit konnte das 2002 vereinbarte Ziel der 6. Vertragskonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt, kurz CBD (Convention on Biological Diversity), das von 192 Mitgliedstaaten und der EU beschlossen wurde, nicht erreicht werden.
Insgesamt 43% (207 Arten) von den heimischen Wirbeltieren sind in den Kategorien der Roten Liste verzeichnet. 132 Arten (28%) sind bestandsgefährdet und 44 Arten (9,2%) stehen auf der Vorwarnliste. 37 Arten sind bereits verschwunden. Auch über 60% der Reptilien in Deutschland gelten als bestandsgefährdet und 500 der 690 bewerteten Biotoptypen sind im Bestand gefährdet. Bei den terrestrischen Biotoptypen liegt der Anteil gefährdeter Typen bei über 50%.
Hauptursachen des Rückganges der Arten und Biotope ist vor allem die intensive Landwirtschaft. Neben dem Einsatz von Düngemitteln, Herbiziden und Pestiziden sind die Aufgabe von Ungunstlagen, die einhergehende Verbrachung, Verbuschung und Wiederverwaldung, die Erosion sowie die forstwirtschaftlichen Tätigkeiten die wichtigsten Gründe für den Artenschwund.
Als Hauptursache für das Verfehlen der 2010 - Ziele wird aus unserer Sicht der mangelnde politische Willen zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie bewertet. Auf Thüringen bezogen gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt keine gültige Biodiversitätsstrategie, sondern lediglich ein Arbeitspapier weit weg von strategischen Konzepten. Managementpläne für Forstflächen und Offenlandgebiete liegen bisher nicht vor. Daneben fehlt es an Personal in den Naturschutzverwaltungen.
Die meisten NSG, FFH und Vogelschutzgebiete werden weder der Landschaftspflege noch Kontrollen hinsichtlich ihrer Artenausstattung unterworfen. Es genügt eben nicht, wenn der Gesetzgeber Schutzgebiete nur ausweist, es verpflichtet ihn auch zum Erhalt der Schutzziele in diesen Gebieten.
Die Fortschreibung der Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt bis zum Jahre 2020 ist zwar politisch bereits vorgegeben, doch wenn dem Einfluß der Landwirt-schaftslobby sowie der intensiven Landnutzung und umweltschädlichen Subventionen nicht Einhalt geboten wird, dann wird es auch bis 2020 keine Umkehr im Artenschwund und Biotopverlust geben.
Der NABU SHK e.V. mit seinen aktiven Mitgliedern und Freunden ist deshalb gut beraten, seine ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter zum Arten- und Biotopschutz in den von ihm betreuten Schutzgebieten fortzusetzen und so seinen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region, wie seit Jahrzehnten praktiziert, weiter zu leiten.
Dazu freuen wir uns über jede helfende Hand aus der Bevölkerung.

Der Vorstand
Überwiegend positive Bilanz des NABU SHK e.V.

In den letzten zwei Monaten, Mai und Juni, hat der NABU SHK e.V. insgesamt etwa ein Dutzend naturkundliche Wanderungen in Naturschutzgebieten des Landkreises durchgeführt. Bei den Wanderern und Naturfreunden fanden alle von uns veranstalteten Exkursionen Beachtung und dementsprechend gut wurden die Wanderungen von Familien, Jugendlichen, Einzelpersonen und Gruppen wahrgenommen. Insgesamt nahmen mehrere hundert Personen teil, wobei vor allem die ornithologisch - botanischen Wanderungen hohen Anklang fanden und jeweils bis zu 40 Teilnehmer zu verzeichnen waren. Die Leitungen der Wanderungen lag in den Händen erfahrener Ornithologen und Botaniker des NABU Kreisverbandes wie Herrn Heyer, Herrn Dr. Ozegowski, Herrn Dr. Heller, Herrn Berger, Herrn Dechandt und Herrn Gehroldt u. a.
Durch unsere jahrelange Landschaftspflege haben sich die Blütenpflanzen in den von uns betreuten Gebieten weiter in den Flächen ausgebreitet und bilden weite und blütenreiche Wiesen, die das Auge erfreuen. Vor allem die botanische Vielfalt in den Kalkmagerrasen an den sonnenüberfluteten Hängen im NSG Gleistalhänge, im Reinstädter Grund, auf dem ehem. Truppenübungsplatz Rothenstein und auf dem Poxdorfer Hang ist bemerkenswert. Von dieser Pflanzenvielfalt profitieren weitere Organismen wie Schmetterlinge, Käfer und Ameisen, die sich in diesen Biotopen ungestört entwickeln können und für die Vögel von wichtiger Bedeutung als Nahrungsgrundlage sind.
Was uns nach wie vor weniger Freude macht, sind die frei laufenden Hunde in den Schutzgebieten, vor allem sei hier das NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" genannt. Trotz der Beschilderung als NSG mit Hinweisen, dass Hunde in dem Gebiet anzuleinen sind, halten sich einige Hundebesitzer nicht an das Verbot, sondern lassen ihren Vielbeiner frei herumtoben und das hat zu mehreren Eklats geführt, wie beispielsweise zum Totbeißen von Feldhasen, aufscheuchen von Bodenbrütern und Zerstörung von Gelegen. Wir haben immer wieder vor Ort auf die Wertigkeit des Gebietes als europäisches Vogelschutzgebiet hingewiesen, doch man stellt sich taub. Es bleibt nur die Anzeige bei der Naturschutzbehörde!
Doch es gibt auch positive Entwicklungen, denn über die NABU eigene Stiftung "Nationales Naturerbe" konnten wir wieder durch die großzügigen Spenden aus dem gesamten Bundesgebiet 50 Hektar erwerben, so daß wir über 150 Hektar eigene Flächen verfügen.
Durch die Gründung einer Naturschutz - Jugendgruppe in Rothenstein 2010 innerhalb des NABU SHK e.V. sehen wir uns imstande, noch mehr als bisher den Nachwuchs zu fördern. Ansprechpartner ist Herr Markus Merk aus Jägersdorf. Insgesamt konnten wir 4 junge Mitglieder des Vereins für die Gruppe als Erzieher gewinnen. Jedes Kind zwischen 6 und 10 Jahren kann daran teilnehmen. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat im alten Sängerheim in Rothenstein. Wir hoffen auf regen Zuspruch.
Im Spätsommer ist Mahdzeit und wir laden schon jetzt alle ein die helfen wollen, dass dieses großartige Naturschutzgebiet erhalten bleibt und sich weiter entwickeln kann.

Klaus Götze
Projekt "Kinder schützen und retten Amphibien"

Mit dem Projekt "Kinder schützen und retten Amphibien" haben wir uns als NABU Kreisverband bei der Stiftung "Naturschutz Thüringen" um den landesweit
ausgelobten Naturschutzpreis 2010 beworben. Im Mittelpunkt steht das seit 6 Jahren laufende Projekt des herpetologischen Artenschutzes im Leubengrund, das von ansässigen Familien mit ihren Kindern umgesetzt wird.
Die Erhaltung der heimischen Amphibienarten ist ein gesellschaftlicher Auftrag als Gemeinschaftsleistung zwischen Eigentümern, Naturschutzverbänden, Bürgern und staatlichen Stellen und daher von eminenter Wichtigkeit für uns alle.

Christiane Steinhardt
Mitgliederservice 1/2010

des Kreisverbandes NABU SHK e.V. vom 13.05.2010

Hier für Euch aktuelle Informationen vom Vorstand

1. NABU Stiftung kauft weitere Flächen auf dem TÜP
Durch die großzügigen Geldspenden aus dem vorigen Jahr durch die Besucher und Exkursionsteilnehmer an den von unseren Mitgliedern geführten Orchideen- und Vogelstimmenwanderungen auf dem TÜP Rothenstein konnte die NABU - Stiftung "Nationales Naturerbe" jetzt noch mal 40 Hektar Flächen von der LEG Thüringen erwerben. Damit erhöht sich unser Flächenbesitz auf fast 140 Hektar!

2. Betreuervertrag abgeschlossen
Nach der neuen Vereinbarung vom 13. Mai 2010 zwischen der NABU - Stiftung und uns als NABU Gruppe haben wir die erworbenen Flächen auf dem TÜP  zu betreuen. Dazu sind wir u.a. verantwortlich für die Wahrnehmung der Verkehrssicherheit und für die Durchführung von Pflegearbeiten. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung ist der Vorstand berechtigt, bei Verhandlungen und Abschlüssen von Pacht- und Pflegeverträgen an Dritte die Interessen der Stiftung wahrzunehmen und zu kontrollieren.

3. Insektenhotel fertig
Dank der Initiative unseres Mitgliedes Dominik Huber wurde ein ehemaliges Umspannhäuschen im Süden des NSG TÜP Rothenstein nahe des Schäfereistalles in ein kleines Insektenhotel umgewandelt. Mit Lehm und Kalk, perforierten Hölzern und Hohlblocksteinen wurden die der Sonne zugewendeten Gebäudewände in ein insektenfreundliches Refugium umgewandelt. Jetzt fehlt nur noch die Sonne! Auch zwei kleine Tümpelchen wurden in der Nähe angelegt.

4. Lurchprojekt in eigener Regie
Auf Grund der angespannten Finanzsituation des Landes (bis jetzt gibt es keinen Haushaltsplan im LVA Weimar) haben wir keinen neuen Antrag zur Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft - Rettung der Gelbbauchunke und des Kammmolches auf dem TÜP Rothenstein - gestellt. Wir werden aber versuchen, einige Tümpel mit Hilfe von uns befreundeten Tiefbaufirmen im Spätsommer in eigener Regie zu schaffen. Mit der UNB werden die einzelnen Standorte abgestimmt.

5. Anträge zur Förderung des Ehrenamtes gestellt
Für die im Januar neu gegründete Kindergruppe NAJU Rothenstein wurde von uns im März 2010 ein Antrag zur Förderung des Ehrenamtes beim 1. Beigeordneten im LRA Eisenberg gestellt.

6. Anzeigen gegen Hundehalter
Wegen Verstoßes gegen die Naturschutzsgebiets - VO TÜP Rothenstein wurden Ende April bis Anfang Mai einige uneinsichtige Hundehalter bei der UNA wegen ihrer frei laufenden Hunde im Schutzgebiet angezeigt. Über die VG Südliches Saaletal wird es im Amtsblatt eine Mitteilung zu dieser Rechtsituation im Juni geben. Auch die Presse wurde von uns informiert. Diese fortwährenden Verstöße sind eine große Sauerei gegen die wir alles tun werden, sie zu verhindern.

Herzliche Grüße und schöne Naturerlebnisse im Mai
wünscht Euch

Klaus
Freilaufende Hunde im NSG TÜP Rothenstein - ein eklatanter Verstoß gegen die Schutzgebietsverordnung - jedes Jahr das Gleiche!

Bei unseren Kontrollgängen Ende April / Anfang Mai mußten wir vom NABU SHK e.V. mit Entsetzen feststellen, dass die Saison der freilaufenden Hunde mit Herrchen eröffnet wurde. Dabei konnte beobachtet werden, wie die Hunde in die Teiche gejagt wurden und wie im Offenland ein Feldhase von den Hunden tot gebissen wurde. Die dazu gehörigen Hundhalter, junge Leute aus Rothenstein, juckte das nicht. Die Hunde liefen weiter ohne Leine herum. Wieder andere Hundehalter machen mitten in den Wiesen Siesta und lassen die Hunde herumtoben. Durch diesen eklatanten Verstoß der Hundehalter gegen die VO werden viele bodenbrütende Vögel gestresst und verunsichert, teilweise verjagt. Dabei handelt es sich auch um Vogelarten nach der  EU - Vogelschutzrichtlinie, denn das Gebiet ist seit 2007 auch EU - Vogel-schutzgebiet.
Gemäß der Verordnung des NSG vom 27.08.2003, veröffentlicht im Thüringer Staatsanzeiger 37, Jg. 2003, ist das Betreten des Schutzgebietes mit unangeleinten Hunden verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit hohen Geldstrafen verbunden ist.
Im Jahre 2008 wurden demonstrativ Zusatzschilder mit den Verboten innerhalb weniger Tage von den Hundehaltern demontiert. Alle gut gemeinten Reden von uns mit den Hundebesitzern in den letzen Jahren haben nichts genutzt. Deshalb sind wir gezwungen alle Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner nicht anleinen, bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde anzuzeigen.

Wie war das doch gleich, Hunde, die in der Offenlandschaft und im Wald unangeleint herumlaufen, können durch Jäger erlegt werden! So das Waldgesetz!!

Klaus Götze, Vorsitzender
US - Naturschützer sind besorgt

Durch das Anschwemmen des Erdöls aus der havarierten Bohrinsel im Golf von Mexiko an die Küste sind nach Angaben des U.S. Fish and Wildlife Service im Mississippidelta vor allem Meeresschildkröten, Seekühe, Delphine und Wale sowie 34.000 Vögel in akuter Gefahr.
Besonders betroffen sind die Vögel auf den der Küste vorgelagerten Inseln. Viele Arten brüten zur Zeit wie die wunderschönen Braunpelikane, Brandseeschwalben und Seeregenpfeifer.
Viele amerikanische Naturschützer sind auf dem Weg in die Ölpestregion und wollen helfen, verölte Vögel mit Seifenlauge rein zu waschen.
Weiterer Flächenkauf geplant

Dank der vielen Spenden aus dem vorigen Jahr werden wir im Frühsommer 2010 weitere 40 Hektar Flächen auf dem NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" über die NABU Stiftung "Nationales Naturerbe" kaufen.
Es handelt sich um Waldflächen am Nordhang des Kamelberges und um Flächen des Offenlandes im Zentrum des NSG.

Klaus Götze, Vorsitzender
Auswertung der Amphibienwanderungen 2010 im Rote - Hofbachtal zwischen Wolfersdorf und dem Abzweig Meusebach

Am 25. März hatten wir 2200 m Amphibienschutzzäune auf einer Gesamtstrecke von etwa 5 km entlang der Kreisstraße ziwschen Gneus / Abzweigung Meusebach bis zur Rotehofbach - Mühle installiert.
In der Zeit vom 26.03. bis 03.04. wanderten bei günstigen Wetterbedingungen (warmer Regen, Temperaturen über 12 °C) täglich 700 bis 900 Lurche zu ihren Laichgewässern, den Teichen im Talgrund. Zu Ostern schien fast alles schon vorbei zu sein und am 06.04. wurden nur noch sehr wenige Amphibien bei ihrer Wanderung beobachtet. Auch an den Folgetagen nach Ostern ging die Anzahl der wandernden Lurche immer mehr zurück. Am 08.04. und 09.04. konnten nochmals  täglich etwa 100 bis 130 Lurche bei ihrer Wanderung registriert werden. Durch den erneuten Wintereinbruch mit viel kaltem Regen am Wochenende wurden nur noch ganz wenige Amphibien beobachtet. Insgesamt wurden durch die Helfer etwa 5000 Lurche bei ihren Wanderungen gezählt und von den NABU - Aktiven Herrn Klaus Rücknagel und Frau Christiane Steinhardt täglich früh und abends nach Leeren der 250 Eimer heil über die Straße zu den Teichen getragen. Dort paaren sich die Molche, Frösche und Kröten und wandern Mitte April bis Mai wieder in ihre Landlebensräume zurück, während sich in den Teichen aus den Eiern über die Kaulquappen die nächste Generation von Lurchen verschiedener Arten entwickeln und im Sommer als "Froschregen" in die terrestrische Umgebung ausschwärmen, auf der Suche nach einem geeigneten Lebensraum.
Die Erdkröte stellt mit Abstand die größte Population mit über 90% der registrierten Lurche dar. Gras- und Teichfrösche sowie Bergmolche und Teichmolche wurden in wesentlich geringerer Anzahl registriert. Auch sehr seltene (zwei europaweit geschützte Arten nach FFH-RL, Anhang IV) Lurcharten wurden beobachtet. Mit dieser Langzeitaktion haben die Aktiven des NABU KV SHK e.V. einen sehr wertvollen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Landkreis geleistet.
Besonderer Dank gilt Klaus Rücknagel, Christiane Steinhardt, Volkmar Schmeißer, Günther Oehmigen, Reinhardt Bütow, Ekkehardt Rauche, Dominik Huber, Roland Seime, Jochen Eislöffel, Frank Winkelhöfer und weiteren Helfern, die uns stundenweise vor Ort halfen.

Klaus Götze


Tätigkeitsbericht über die Vereinsarbeit des NABU SHK e.V. 2009

1. Umsetzung der gesteckten Aufgaben, Ziele und Projekte

Hauptschwerpunkte unserer ehrenamtlichen Tätigkeiten waren im letzten Jahr der Biotop- und Artenschutz sowie  die Öffentlichkeitsarbeit und die Mitgliederwerbung. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt innerhalb und außerhalb von Naturschutzgebieten wurden wichtige praktische Maßnahmen über das Jahr verteilt, durchgeführt,
Im Einzelnen:
Aufbau der Amphibienschutzzäune Mitte März im Leubengrund von 300 m und im Rote-Hofbachtal auf 2500 m Länge, verteilt auf eine Streckenlänge von 5 km zusammen mit Jugendlichen des IB. Betreuung der Krötenzäune im Leubengrund durch die dort ansässigenFamilien Larws und Fiedler sowie im Leubengrund durch Klaus Rücknagel über 4 Wochen,täglich früh und abends im Rote-Hofbachtal.Neubau von ca. 95 Nistkästen für Höhlenbrüter durch Ingo Apel aus Golmsdorf sowie ca.100 Kästen durch Günther Dechandt aus Frauenprießnitz für das Gleistalgebiet. Reinigung und Instandhaltung von über 200 Nistkästen im Kreisgebiet durch Klaus Rücknagel, Günther Öhmigen, Rudolf Heyer, Günther Dechandt und Ingo Apel.Fütterung, Pflege und Überwinterung von etwa 2 Dutzend Igeln auf der Igelpflegestation der Familie Roland und Ingrid Seime sowie Beratung von Menschen mit Igelfunden.
Einreichen von Projektunterlagen zur Schaffung von Stillgewässern auf dem TÜP und des Umbaus einer alten Pumpstation in Magersdorf bei der Oberen und Unteren Naturschutz-behörde. Umsetzung des Projektes Magersdorf mit Neubau des Daches durch die Fa. Roland Franke aus Zwabitz . Einbau von fledermausfreundlichen Quartieren und Nistkästen für Höhlenbrüter in den Dachkasten durch die Naturfreunde Eckkehardt Rauche, Volkmar Schmeißer und Rudolf Heyer. Trotz meiner intensiven Bemühungen konnte das Stillgewässer projekt nicht umgesetzt auf dem TÜP werden und soll nun 2010 realisiert werden.
Insgesamt wurden 8 Vorträge zu Naturschutzthemen in der Region und naturkundlichen Reisen in ferne Länder im Gasthaus "Goldenes Schiff" durchgeführt.

2. Öffentlichkeitsarbeit:
In den letzten Heften des vom NABU Bundesverbandes herausgegebenen Zeitschrift "Naturschutz heute" wurden über die Bedeutung des NSG TÜP Rothenstein Artikel bundesweit veröffentlicht, die zu positiven Entwicklungen in der Besucherzahl und bei dem Spendenaufkommen führten. Bereits im Februar 2009 wurde uns von seiten der Stiftung Nationales Naturerbe und des NABU - Clubs Berlin offeriert, dass sie sehr an  Exkursionen und Vorträgen über das NSG TÜP interessiert sind. An den Wochenenden vom 15.Mai bis 17. Mai, 29. Mai bis 30. Mai sowie 5. Juni bis 7. Juni weilten über 120 Gäste bei uns, die mit Vorträgen und Exkursionen über die Artenvielfalt auf dem ehem. Schießplatz und im Leutratal bedient wurden. Vor allem die Orchideenpracht dieser Gebiete machte einen großen Eindruck auf die Teilnehmer. Insgesamt wurden im Frühsommer 16 vogelkundliche und floristische Exkursionen durchgeführt. Für die Betreuung der Gäste möchte ich mich ganz herzlich bei Dr. Jörg Ozegowski, Rudolf Heyer, Dietrich Berger, Dr. Martin Heller, Dr. Joachim Wiesner, Hugo Wissink und Lothar Gehroldt bedanken, aber auch bei unserem Wirt Jörg Petersdorf für die Verköstigung vor Ort danken. Die Danksagung der Teilnehmer der Exkursionen erfolgte durch Spenden. Dazu kamen noch welche aus dem ganzen Bundesgebiet und so konnten wir weitere 40 Hektar Fläche auf dem TÜP erwerben, so dass wir derzeit ca.96 Hektar als NABU besitzen. Mit einem Betreuervertrag durch die Stiftung sind wir vor Ort treuhänderisch verantwortlich. Im letzten Heft 4/ 2009 "Naturschutz heute" hat die Stiftung den Kauf weiterer Flächen auf dem TÜP angekündigt. Mit dem Vorsitzenden der Stiftung, Herrn Christian Unselt, besteht ein freundschaftliches Verhältnis meinerseits seit Gründung des NABU Thüringen vor 20 Jahren!

3. Mitgliederstand und Mitgliederentwicklung-und Betreuung
Mit Stand vom 31.12.2009 ergibt sich folgender Mitgliederstand:

Anzahl der Vereinsmitglieder im KV SHK e.V.: 201
Anzahl der Abgänge: 6, davon 3 Sterbefälle
Anzahl der Zugänge: 19
   
Mit insgesamt 19 Neuzugängen wurde die bisher in der Vereinsgeschichte höchste Anmeldungsrate registriert.    
Von den Neuen sind über die Hälfte schon 2009 aktiv bei uns tätig geworden.
Die Mitgliederbetreuung erfolgt durch das Erscheinen der Vereinsprogramme in den Amtsblättern der Verwaltungsgemeinschaften Dornburg - Camburg und Südliches Saaletal in Kahla. Auch mit den Artikeln in den hiesigen Tages- eitungen erreichen wir viele Mitglieder wie auch die Öffentlichkeit. Unsere stets aktuelle Internetseite steht jeden offen und wird auch oft genutztIn der Kinder- und Jugendarbeit sind wir  erfreulicherweise ein  erhebliches Stück voran gekommen. Jürgen Sünkel aus Quirla, Markus Merk aus Jägersdorf, Laura Könitz aus Dürrengleina Christian Wendler aus Rothenstein und Daniela Kersten aus Wichmar.haben sich zusammen getan und mehrfach getroffen, um die Gründung der NAJU-Gruppe in Rothenstein voranzutreiben. Auch eine Haselmaus-Exkursion mit Kindern und deren Eltern fand im Herbst in Rothenstein statt, die mit Flugblättern gut vorbereitet wurde.
Alle vorgesehenen Exkursionen  sind bei der Führung doppelt besetzt und alle Vorträge wurden mit den Wirtsleuten des Gasthauses "Goldenes Schiff" abgestimmt.
Neu geknüpft wurden Verbindungen zum FA Stadtroda  zwecks Abstimmungen bei vorgesehenen Entbuschungen und Freistellen ehemaliger Streuobstwiesen. 4.    

Fazit
Im 10. Jahr des Bestehens des NABU SHK e.V. haben wir mehr erreicht als in den jeweiligen einzelnen Jahren zuvor. Wir sind qualitativ gewachsen durch das Engagement der alten und der meisten Neumitglieder und sind uns auch persönlich weiter näher gekommen. Durch  unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten in den von uns betreuten Naturschutzgebieten hat sich die regionale Artenvielfalt erhöht. Die Anzahl und Individuendichte an Brutvögeln hat sich weiter verbessert (Wachtel, Neuntöter, Wendehals, Wasseramsel, Rotmilan). Auf den von uns betreuten  Licht- und Trockenwiesen hat sich der Aspekt der Blütenpflanzen erweitert und reicht von der Küchenschelle, Pyramidenwurz, Brandknabenkraut bis zur Bienenragwurz.
Auch außerhalb von Schutzgebieten haben wir einige wichtige Artenschutzmaßnahmen durchgeführt wie die Betreuung der mit 2500 m längsten Amphibienzäune Thüringens im Rote-Hofbachtal, wo wir tausenden Lurchen wie Erdkröten, Grasfröschen, Berg-und Teichmolchen aber auch den seltenen Kammmolchen und Knoblauchkröten beim Erreichen ihrer Laichgewässer helfen konnten.
An dieser Stelle möchte ich mich  im Namen des Vorstandes bei jeden Einzelnen für seine Einsatzbereitschaft und ehrenamtliches Engagement ganz herzlich bedanken. Ich freue mich über das weitere Wachsen unseres Naturschutzverbandes durch die Neugründung einer Kindergruppe und da ist mir nicht bange um unseren Kreisverband in der Zukunft.

Klaus Götze, Vorsitzender

Jägersdorf, 13. 02. 2010

News Februar 2010

Stand der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Kerngebiet 8 (NSG TÜP Rothenstein) nach dem gültigen PEPL des Orchideengroßprojektes
- Muschelkalkhänge im Mittleren Saaletal -


Die wichtigsten Maßnahmen liegen in Trockenrasengebieten und xerothermen Bereichen des Lichtersberges bis ins hintere Löschtal. Nach Angaben des PEPL sind u.a. folgende Maßnahmen vorgesehen:

1. Entfernen von Gehölzaufwuchs an südexponierten Steilhängen
2. Auflichtung von Waldkiefernbeständen
3. Pflege großflächiger Trockengebüsche
4. Winterflämmen von Calamagrostis - Beständen und verfilzter Rasen
5. Aufbau bzw. Regenerierung von Streuobstwiesen
6. Entfilzung, Entbuschung und Erstmahd von Halbtrockenrasen
7. Schaffen von Triftwegen

Hinzu kommen vor allem die Neuanlage von Kleingewässern und die Freistellung von Uferbereichen bei vorhandenen stehenden Gewässern.
Bisher haben wir vor allem am Lichtersberg Entbuschungen, Entfilzungen und Erstpflege, sowie Dauerpflegearbeiten ehemaliger Streuobstwiesen sowie sehr geringflächige Auflichtungen von Waldkiefernstangenholz durchgeführt. Daneben wurden abgängige hochstämmige Obstgehölze entfernt und schon vor mehr als 10 Jahren an diesen Standorten Nachpflanzungen alter Obstbaumsorten (Süßkirschen, Äpfel) durchgeführt. Auch kleine stehende, permanent und periodisch Wasser führende, stehende Gewässer wurden von uns in Handarbeit neu geschaffen. Die übrigen Maßnahmen können von uns einfach nicht ehrenamtlich geleistet werden, da sie auch den finanziellen Rahmen des KV sprengen würde. So hoffen wir, dass zukünftig der Zweckverband des Orchideengroßprojektes oder dessen Nachfolger diese Aufgaben übernimmt. Dabei geht es vor allem um das Entfernen von Gehölzaufwuchs an den Muschelkalksteilhängen, die Pflege großer Trockengebüsche und die kleinteilige Auflichtung von Waldkiefernbeständen am Lichtersberg. In diesem Zusammenhang müssen wir den Zweckverband mehr fordern, denn mit der Nachpflege von Trockenwiesen auf dem TÜP Rothenstein und im NSG "Gleistalhänge" sind wir 2010 total ausgelastet.

Jörg Ozegowski / Klaus Götze