Naturbeobachtungen


Mehrfache Wildkatzennachweise im Jahr 2014 um Jena

Silvester Tamás berichtet:

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende entgegen. Mit Blick auf die zurückliegenden Monate können wir sagen, dass wir im Rahmen unserer Arbeiten sehr erfolgreich waren.
Dazu zählen die bislang einzigartigen Nachweise zu Wildkatzen im Stadtforstgebiet von Jena. Über einen Zeitraum von fast einem Jahr konnten wir hier jeden Monat
mindestens einen C1 - Nachweis zu Wildkatze erbringen. Regelmäßig konnten wir mit Hilfe unserer Wildkatzen - Lockstöcke Fellhaare sicherstellen, die wir an das
Senckenberg - Labor für Wildtiergenetik in Gelnhausen weitergeleitet haben. Damit haben wir gezeigt, dass es mittels einer kontinuierlichen Bebrobung und
entsprechender Begleitung durch Videokamerafallen möglich ist, eindeutige Nachweise zu den überwiegend nachtaktiven und scheuen Wildkatzen auch in
vermeintlich wildkatzenfrei geglaubten Gebieten zu erbringen. Hieraus ergibt sich der Blick auf bislang nicht untersuchte Gebiete mit vergleichbaren Habitatqualitäten.
Wir werden im nächsten Jahr die Untersuchungsgebiete um Jena ausweiten und in den Gebieten verstärken, die bislang positive Nachweise erbracht haben, um Fragestellungen nach Populationsgröße und Populationsstrukturen zu beantworten.


Stare rasten in einem Baum an der Saale

Stare
Foto: H. Kraußer, NABU SHK e.V.

Erstes wissenschaftliches Wildkatzen - Nachweisprojekt im Saale - Holzland

Projektnr. FL-WK01: Wissenschaftliches Wildkatzen-Nachweisprojekt im Saale-Holzland-Kreis durch Ausbringung stationärer DNA-Lockfallen/Fellfallen mit Beginn 17.11.2012 (amtliche Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde SHK vom 28.01.2013 mit AZ. 67.2.1/gü/362.6.622-01/13, erteilt für S. Tamás (NABU SHK e.V.) und BUND-Wildkatzen-Rettungsnetz)
Leiter des Projektes: Herr Silvester Tamás, NABU SHK e.V.
Assistent: Herr Hans Krausser, NABU SHK e.V.

Ziel: Ziel des ersten Wildkatzen-Nachweisprojektes im Saale-Holzland-Kreis ist es, mit Hilfe sog. DNA-Lockfallen (Lockstöcke), Fellproben von Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) zu gewinnen. Die gewonnenen Fellproben können sowohl auf art-, als auch auf individual-spezifische Hinweise DNA-analytisch untersucht werden. Bei entsprechendem Nachweis ergeben sich eindeutige Hinweise auf das Vorkommen von Wildkatzen im Saale-Holzland-Kreis. An der Untersuchung besteht erhebliches öffentliches Interesse, da sie wissenschaftliche Grundlagendaten über Vorkommen und Ökologie ausgewählter Organismusgruppen erbringen und somit eine wertvolle Arbeitsgrundlage für die Naturschutzbehörden darstellt. Die Daten sollen von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG, Ref. 31, Artenschutz) in das Thüringer Artenerfassungsprogramm (THKART) eingearbeitet werden (UNB-SHK). Die Untersuchung erfolgt in Kooperation mit dem BUND-Wildkatzen-Rettungsnetz, mit der Unteren Naturschutzbehörde des Saale-Holzland-Kreises (UNB-SHK) und mit der TLUG.

Methode: Nach systematischer Auswahl der naturräumlichen Beprobungsstandorte werden die Lockstöcke an sog. Idealstandorten schonend in den Boden eingebracht und mittels genauer GPS-Koordinaten kartiert. Als GPS-Gerät wird ein Meridian Platinum Magellan verwendet. Als Lockstöcke fungieren Fichten-Holzpflöcke mit einem Querschnitt von etwa 40 x 60 mm und einer Länge von 60 bis 70 cm. Die Lockstöcke werden einseitig zugespitzt. Die andere Seite wird mittels Bohrungen für die Aufnahme und "Freigabe" des Lockstoffes (Baldrianwurzel, getrocknet u. zerkleinert) präpariert. Die Längsflächen des Lockstockes werden entweder aufgeraut oder/und die Längskanten mit einem Messer leicht angespant. Als zusätzliches Lockmittel kommen Baldriantinktur (100ml: Baldrianwurzelauszug 1:5, Auszugmittel Ethanol 70% V/V) oder konzentrierter Baldrianwurzelaufguss zum Einsatz. Die Injektion des Lockstoffs erfolgt im ersten Fall mittels einer 5ml-Spritze+Kanüle und im zweiten Fall mittels einer 0,5 ltr.-Pumpsprühflasche. Die Injektion bzw. das Besprühen erfolgt direkt am Beprobungsstandort. Im Abstand von jeweils 1 bis max. 2 Wochen erfolgen die Kontrollen der Lockstöcke. Bei entsprechender Positiv-Befundung erfolgt die Sicherung des Probenmaterials und dessen Versand an das BUND-Wildkatzen-Rettungsnetz bzw. an die TLUG. Dort bzw. am Senckenberg-Institut erfolgen die Aufbereitung des Probenmaterials und die DNA-Analyse. Bei Negativ-Befundung werden die Lockstöcke neuerlich für die weitere Beprobung aufbereitet. Der Beprobungszeitraum läuft vorerst von Dezember bis März (Ranzzeit) in den Jahren 2012/13 und 2013/14. Alle durchgeführten Arbeitsschritte werden genauestens via EDV protokolliert. Die fundortbezogen Daten sollen entsprechend den Vorgaben der TLUG aufbereitet werden. Abschließend werden die durchgeführten Arbeiten, Untersuchungsmethodik, Untersuchungsorte sowie eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse in einem Forschungsbericht dargestellt.

Gebiete die derzeit bis März 2013 im SHK beprobt werden: Erdengraben (bei Dornburg/Saale), Forst Hainichen (bei Dornburg/Saale), Forst Plattenberg (zw. Porstendorf und Rödigen), Tautenburger Forst (Poxdorf, Rockau u. Tautenburger Grund), Forst Waldeck

Gebiete die noch im Zeitraum Feb. 2013 bis März 2013 im SHK beprobt werden sollen: Nerkewitzer Grund, Hufeisen (Großer Gleisberg, Kunitz), Tautenburger Forst (Löberschütz), Kernberge (Wöllmisse bei Rabis), Jenaer Forst, Forst Spitzenberg-Schießplatz (Rothenstein-Borntal), Sukzessionsfläche (zw. Reinstädt und Engerda)

Beprobungsfläche: 20 Lockfallen auf ca. 150-200 qkm (Laubwaldzonen mit Todholzbeständen und teils angrenzenden Sukzessionsflächen); derzeit sind 12 Lockfallen aufgestellt

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Silvester Tamás
Marktstraße 6
07774 Dornburg
Tel.: 036427 / 21726
Auswirkungen der Augusttrockenheit

Auf die Amphibienpopulationen des NSG Rothenstein hatte die Hitze und Trockenheit auch Auswirkungen, weil sich einige Arten auch um diese Jahreszeit noch reproduzieren. Durch das fehlende Wasser können keine Larven abgesetzt werden. Das betrifft vor allem die Gelbbauchunken im Löschtal, wo der große Quellteich zum ersten Mal seit 2000 trocken liegt. Da die Teiche und Tümpel bis Juli Wasser führten, hatte ein Großteil der Unken und Molche ihren Nachwuchs bereits dort abgelegt und die juvenilen Tiere konnten sich dort entwickeln und sind noch bei der Wasserführung der Tümpel in Landlebensräume rund um die Tümpel und Teiche in noch kleinteilig vorhandene Feuchtgebiete abgewandert.

Roland Seime
Welche Schmetterlinge (Tagfalter) könnt ihr im Monat Juli beobachten?

Im Urlaub und in den Ferien lassen sich, mit etwas Geduld, folgende Tagfalter in Gärten, Parks, naturbelassenen Wiesen und an Waldrändern beobachten.
Hier eine Zusammenstellung:

Admiral Landkärtchen
Großer Kohlweißling Kaisermantel
Kleiner Eisvogel Grünader - Weißling
Kleiner Perlmuttfalter Waldvöglein
Tagpfauenauge Feuriger Perlmuttfalter
Trauermantel Brauner Dickkopffalter
C - Falter Faulbaum - Bläuling
Hauhechel - Bläuling Mädesüß - Perlmuttfalter
Waldbrettspiel Gelbwürfliger - Dickkopffalter
Distelfalter Kleiner Kohlweißling
Großer Schillerfalter Kleiner Schillerfalter
Kleiner Fuchs Großer Fuchs
Schwalbenschwanz Himmelblauer Bläuling

Viel Spaß beim beobachten. Gerne könnt ihr uns die Ergebnisse eurer Beobachtungen zusenden!
Einen schönen Sommer wünschen euch

Christiane und Klaus.

Melanargia galathea

Wechselhafter Sommer - wenig Schmetterlinge in Jena und im Saale - Holzland - Kreis

Für die Tagfalter war der kalte und schneereiche Winter und der sehr trockene Nachwinter / Vorfrühling im März und April sowie dann das Hin und Her im Mai, Juni und Juli mit viel Regen und kühlen Nächten nicht günstig.
Erst ab Mitte Juli bis Ende August konnten wir dann beobachten, dass sich immer mehr Arten von Tagschmetterlingen der I. und II. Generation 2011 und auch mehr Individuen einer Art zu beobachten waren. Das läßt darauf schließen, dass die überlebenden Exemplare des Vorjahres vermehrt Eier im späten Frühjahr gelegt hatten, um das Defizit in der Art auszugleichen. Besonders erfreut waren wir ab Mitte Juli bis Anfang August von dem Artenspektrum der Tagfalter vor allem auf den südexponierten xerothermen Trockenrasen über Muschelkalk eines NSG im Reinstädter Grund. Zur Blütezeit der Ästigen Graslilie, die die Kalkhänge in eine weiße Pracht hüllten, wurden an einem sehr warmen und sonnigen Sommertag Ende Juli folgende Schmetterlinge beobachtet: Himmelblauer Bläuling, Zwergbläuling, Thymianbläuling, Hauhechelbläuling, Landkärtchen, Schwalbenschwanz, Kleiner Heufalter, Schachbrettfalter u.a.. Bemerkenswert war in diesem Sommer das verstärkte Auftreten und die Dominanz des Großen Kohlweißlings, der zahlreich an Individuen in der Landschaft um Jena und Kahla festgestellt wurde. Der Tagschmetterling des Jahres - der Große Schillerfalter - wurde in diesem Sommer nach dem Erstnachweis 2010 bei Wittersroda auch im NSG TÜP Rothenstein mehrfach beobachtet. Bereits Mitte August war es mit der Herrlichkeit der wetterfühligen Tagschmetterlinge in der Region fast vorbei.

Christiane Steinhardt

Admiral

Erfolgreiche Turmfalkenbruten im Landkreis

In diesem Jahr haben nur 2 Brutpaare der Schleiereule im Landkreis erfolgreich gebrütet und jeweils 4 bzw. 2 Junge aufgezogen.
Erfolgreicher waren dagegen die Turmfalken, die zumeist 4 bis 5 Junge hatten. Bevorzugte Reviere waren Orlamünde, Eichenberg, Isserstedt, Etzdorf, Mennewitz, Schlöben und Hainichen. In Kahla und Großpürschütz wurde an den Kirchen gebaut, so daß die sonst dort sicheren Bruten nicht erfolgten.

Jürgen Till, Kahla
Naturnahe Gärten im Landkreis - Oasen der Artenvielfalt

Im Saale - Holzland - Kreis tragen die Kleingärtner und Gartenbesitzer im erheblichen Maße zum Erhalt vieler Pflanzen und Tiere bei, wie Untersuchungen des NABU SHK e.V. zeigen.
Vor allem naturnah bewirtschaftete Gärten, auflässige Gartenanlagen, weitläufige Landschaftsgärten und Streuobstlagen sind wertvolle Oasen für viele Organismen wie Insekten, Vögel, Reptilien und Kleinsäuger sowie für Wildblumen, Sträucher und Kräuter. Eine hohe Fülle von Arten wie Wildbienen, Hummeln, Ameisen, Schmetterlingen und Singvögeln konnten in verschiedenen Gärten in und um Jena, sowie in dörflich geprägten Bauerngärten im südlichen Landkreis nachgewiesen werden. Gebunden ist dieser Artenreichtum an blumenreiche Wiesen, Hecken aus Schlehe, Weißdorn, Heckenrose, Hasel, Schneeball, alte Obstbäume verschiedener Apfel-, Birnen- und Kirschsorten, Brombeer- und Himbeergebüsche, Brennesselfluren, Ödlandstreifen, einheimische Laubbäume, Altholz sowie Wildkräutervorkommen. Diese hohe Vielzahl an Vogelarten, um eine Tiergruppe herauszugreifen, beweist günstige Lebens- und Reproduktionsbedingungen in den naturbelassenen Gärten, denn nur dort können sich eine Vielzahl verschied ener Insekten entwickeln, die die Nahrungsgrundlage für diese Vogelarten bilden wie Ameisen, Käfer, Fliegen, Würmer, Raupen u. a. Hinzu kommen Ruhefaktoren, Abgeschiedenheit, natürliche Kreisläufe und natürliche Standortfaktoren. Das schließt den Einsatz von Pflanzenschutz- und Unkrautvernichtungsmittel aus. Die Kompostierung der Gartenabfälle gehört zum naturnahen Gärtnern dazu und wird in den beobachteten Gärten praktiziert. Hier die Ergebnisse der Beobachtungen:
Sehr erfreulich waren die zahlreichen Brutnachweise im Mai und Juni 2006 bis 2011 von Singvögeln in den von uns beobachteten Gärten wie beispielsweise des Gartenrotschwanzes, der Mönchsgrasmücke und der Gartengrasmücke, die eine zunehmende Bestandsentwicklung aufweisen. Weitere Brutvögel waren Zaungrasmücke, Hausrotschwanz, Blaumeise, Kohlmeise, Weidenmeise, Ringeltaube, Amsel, Star, Grünfink, Stieglitz, Gartenbaumläufer, Heckenbraunelle sowie selten auch der Wendehals, eine bedrohte, selten bei uns vorkommende Spechtart, die sich im Bestand zumindest stabilisiert hat. Auch die Artenvielfalt der Insektenwelt ist bemerkenswert.
Wir als NABU - Verband freuen uns sehr über den großartigen Beitrag, den die Gärtner bewusst im Landkreis zum Erhalt der regionalen biologischen Vielfalt leisten.
Im Juli 2011 haben wir 14 Familien im Landkreis mit der Plakette und einer Urkunde als schwalbenfreundliches Haus ausgezeichnet. Vor allem im Gleistal und im Reinstädter Grund wurden die meisten Schwalbennester an den Gebäuden festgestellt. An manchen Häusern und Gebäuden wie in Röttelmisch, Golmsdorf und Kleineutersdorf brüten über Dutzende Brutpaare von Mehlschwalben und Rauchschwalben sowie Mauersegler, die beireits auf dem Rückflug nach Westafrika sind. Auch die jungen Mehlschwalben sind schon weg in ihre Winterquartiere in die Sahara.

Klaus Götze, Vorsitzender
Rudolf Heyer, Ornithologe

Mehlschwalbennester

Sommerliche Tage und winterkalte Nächte

Ab Mitte April bis Anfang Mai sorgte fast schon sommerliche Wärme für das Explodieren der Natur. In einer rasanten Aufeinanderfolge blühten erst ab Anfang des Monats April die Mirabellen, dann folgten die Süßkirschen, die schon bald begleitet wurden von den Zwetschgen, Apfel- und Birnbäumen und den Sauerkirschbäumen. Die Nächte waren aber alles andere als frühlingshaft, sondern empfindlich kalt, mitunter gar frostig. Daher wird wohl auch die Obsternte nicht so gut werden vor allem bei den Äpfeln und Kirschen. Auch die Laubbäume haben durch die warmen Tage ihre Blätter viel früher getrieben als in den letzten Jahren. Bereits Mitte April ließen die Linden ihre Blätter entfalten. Anfang Mai waren alle Eichen begrünt und sogar die sonst zögerlich Ende Mai treibenden Blätter der Akazie sind Anfang Mai schon vorhanden.
Nur mit dem Regen war es nicht so gut. Die Trockenheit fing bereits Anfang März an, auch im April fielen kaum Niederschläge mit weit unter dem Durchschnitt und im laufenden Mai hat es bisher auch nicht geregnet. Daher steht das Weidegras auf dem TÜP Rothenstein schlecht, es gibt viele lückige Bestände und fast alle Tümpel sind trocken gefallen.
Die Sonne auf den Hängen am Lichtersberg hat trotz der Trockenheit dafür gesorgt, daß bereits Mitte / Ende April einige Orchideen blühten. Zuerst konnten wir das Purpurknabenkraut bereits Mitte April beobachten, dann am Aprilende die Spinnenragwurz und den Frauenschuh. Auch das Blasse Knabenkraut wurde im NSG Gleistalhänge beobachtet. Zu Anfang Mai konnten schon blühende Exemplare der Bocksriemenzunge an der Leuchtenburg und vom Dreizähnigen Knabenkraut im NSG Gleistalhänge entdeckt werden.
Die kalten Nächte haben die Ankunft einiger Zugvögel verzögert. So wurden die ersten Mauersegler in Kahla erst am 5. Mai gesichtet, sonst kommen die Flieger bereits am 29.04. / 01.05. in Kahla an. In den nächsten Tagen wird mit der Erwärmung viel los sein und auch die noch fehlenden Mehlschwalben werden dann bei uns ankommen und ihre alten Nester beziehen, falls sie noch vorhanden sind.
Wenn Sie mehr erfahren möchten, dann machen Sie einfach unsere vogelkundlichen Wanderungen und Orchideen - Exkursionen mit !

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Götze, Vorsitzender

Frauenschuh
Foto: H. Kraußer - NABU SHK

Vorboten des Frühlings

Kalte Nächte, hart gefrorene Erde und Eis auf den Teichen und Weihern, dafür herrlicher Sonnenschein. So beginnt bei uns heuer der kalendarische Frühling. Trotz dieser kalt - sonnigen Wochen, konnten in den letzten Tagen Vorboten des Frühlings in und um Jena sowie im Landkreis beobachtet werden. So wurden Anfang März folgende Zugvögel beobachtet: Roter Milan, der seine Kreise zieht und aus dem Mittelmeerraum, seinem Überwinterungsgebiet, zu uns zurück gefunden hat. Dazu gesellen sich die Singdrossel, die Misteldrossel, die Hohltaube, der Zilp-Zalp, die Goldammer und sogar eine Bachstelze wurde am 03.03. im Jenaer Stadtgebiet beobachtet. Auch der Uhu ruft, denn er sucht eine Partnerin. Im Pflanzenreich tut sich auch etwas. So wurde auf dem Napoleonstein das erste Leberblümchen gesichtet und im Jenaer Rautal blühen zur Freude der Wanderer Millionen von Winterlingen!

Winterlinge

Das Naturjahr geht zu Ende

Das Naturjahr 2010 neigt sich dem Ende. Die Wiesen sind gemäht, jeder Frosch, jede Pflanze hat teilgehabt am Ganzen. Die Gartengrasmücke weiß zwar nicht, ob ihre im Sommer in der Hecke auf dem ehem. Truppenübungsplatz Rothenstein erbrüteten Jungen das Winterquartier erreicht haben. Sie weiß auch nicht, ob sie selbst wieder zurückkehren wird oder ob sie den Strapazen auf dem Rückflug oder den Vogelfängern in Südeuropa zum Opfer fallen wird. Wir hoffen, daß recht viele Brutvögel auch im nächsten Jahr wieder da sein werden und bereiten ihnen in unseren Schutzgebieten großzügige Überlebenschancen.
Wir werden wieder Gäste aus dem Norden und Osten sichten können, da bei uns der Winter nicht so streng ist. Zu den oft in Scharen, aber eben sehr unregelmäßig auftretenden Invasionsvögeln gehören Birkenzeißige, Seidenschwänze, Wacholderdrosseln und Bergfinken. Aber auch Greifvögel verbringen mehr oder weniger häufig den Winter bei uns, unter ihnen der Rauhfußbussard.
Mauersegler Pünktlich wie die Maurer

Das kann man auch von unseren Mauerseglern sagen, denn genau wie in den letzten fünf Jahren verließen die Kahlaer Mauersegler am 28. Juli ihre Bleibe und machten sich auf einen weiten Weg nach Südafrika. Schon Tage vor dem Abflug konnten wir die Mauersegler in vielen Schulen zu fünf bis sechs Vögeln beobachten, wie sie immer wieder ihre Nistnischen an der Kahlaer Kirche und an anderen Gebäuden der Stadt anflogen, um sich alles einzuprägen für das nächste Jahr. Die Jungvögel begeben sich mit ihren Eltern auf den Rückflug nach Südafrika, der entweder direkt über die Sahara oder entlang der afrikanischen Westküste erfolgt. Strecken von über 10.000 km legen die Vögel dabei zurück.
Wir hoffen auf einen glücklichen Flug ohne Verluste und werden alles tun, daß die Anzahl der Brutplätze bei uns weiter steigt. Der Bau von Nistkästen ist schon geplant!

Christiane Steinhardt, Christian Wendler




Durch unsere regelmäßige Landschaftspflege wurden dieses Jahr zum ersten Mal in den Kalkmagerwiesen am Südhang des Lichtersberges mehrere Exemplare
der Bocksriemenzunge nachgewiesen.
Die Pyramidenwurz hat sich am Lichtersberg dieses jahr weiter ausgebreitet.
Im Leubengrund haben ungewöhnlich viele Reiherenten gebrütet und auch der Eisvogel. Leider konnte keine Brut vom Fliegenschnäpper festgestellt werden,
die die Jahre zuvor immer an der Linzmühle ihr zuhause hatten.
Im NSG "Spitzenberg - Schießplatz Rothenstein - Borntal" wurde Ende Mai durch brandenburgische Ornithologen der Wiedehopf verhört. Wahrscheinlich befand sich der bei uns im Landkreis seit Jahrzehnten nicht mehr brütende Vogel auf dem Durchzug.
Die "Kahlaer" besitzen einen der individuenreichsten Mauerseglerbestand im Landkreis, wovon sich jeder gerne selbst überzeugen kann, wenn er sich an der
Stadtkirche in Kahla postiert.
Die allabendlichen Froschkonzerte an den Teichen im Leubengrund und im Rotehofbachtal haben bei den für die Amphibien günstigen Witterungsbedingungen
begonnen.
Bisher recht mager sind die Beobachtungen von Tagfaltern, was wohl mit dem langen und kalten Winter zusammenhängt.
Die jenaer Wanderfalken haben Nachwuchs mit 2 Jungen, die bereits nach ihrer Beringung ausgeflogen sind.

Klaus Götze
Hornissen suchen Nistplätze

Jetzt, Ende Mai, sind überall in den Wäldern, Parks und naturbelassenen Gärten die Hornissenköniginnen unterwegs auf der Suche nach geeigneten Nistplätzen. Dabei unternimmt unsere Königin Erkundungsflüge und stillt ihren Hunger am Saft blutender Bäume und fängt auch Beuteinsekten.
Bei einem Ausflug im Leubengrund am Pfingstmontag konnte ich nach geduldigem Warten an hohlen Baumstämmen eine fast 3 cm große, wunderschöne Hornissenkönigin beobachten, wie sie diesen morschen Baum mit Vorsicht auskundschaftete und aus und ein flog. Nach einer halben Stunde ging ich weg in der Hoffnung, dass sich die Königin für diesen Standort zur Koloniegründung entscheidet. Daher werde ich alle paar Tage überprüfen, wie es vor Ort ausschaut.

Stephan Götze

Hornisse

Brummer sind wieder da

Die Insekten sind wieder voll in Aktion und lassen sich ohne viel Mühe beobachten, sei es im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon oder in der freien Natur.
Diese einzeln lebenden Hautflügler bevorzugen hohle Äste, Röhren im Lehm und nehmen auch die von uns Menschen in Hartholz gebohrte Röhren (mindestens 5 cm Länge) gerne an. So kann sich der interessierte Beobachter selbst ein kleines Biotop bauen und auf dem Balkon etc. anbringen. Die Insekten nehmen diese künstlichen Nischen stets an und da kann man schon vieles beobachten. Zuerst wird durch unsere wilde Biene die Röhre gemäß ihrer Größe und Durchmesser und Glätte der Wände geprüft. Findet unsere Biene das günstig, dann beginnt der Markierungsflug, mit dem die Biene über den Sonnenstand die Röhre wieder findet. Das geht so mehrere Stunden und das Insekt entfernt sich dabei kaum mehr als 5 bis 6 Meter vom Standort. Danach wird Pollen und Nektar gesammelt und eingetragen. Im Anschluß legt unsere Wildbiene mehrere Eier in einem Kokon ab. Dann werden die einzelnen Eiablagen mit dünnen Häutchen voneinander getrennt und schließlich wird die Röhre verschlossen.
Nach drei bis vier Tagen ist die Arbeit getan. Erst im nächsten Frühjahr wird sich aus dem Ei die Larve entwickeln, sich mehrfach heuten und schließlich als fertiges Insekt (Imago) die Röhre verlassen. Es macht Freude, das alles selbst zu beobachten - Probierts einfach aus -
Waschbär im Park von Altenberga

Am 20. März 2010 kam beim Fällen eines hohlen Baumes im Park der Gemeinde Altenberga, westlich Kahla, ein Waschbär in voller Lebensgröße zum Vorschein. Der aus Amerika stammende Neubürger hatte es sich im Innern des alten Baumes gemütlich gemacht. Nach Beobachtungen von Waschbären in der Schorbaer Flur vor
1 - 2 Jahren ist damit erwiesen, daß sich der Waschbär weiter im Landkreis ausbreitet. Als Allesfresser stellt er für die heimische Fauna (z. B. Vögel) eine Gefahr dar. Gern hält sich der Waschbär in der Nähe der menschlichen Siedlungen auf, da dort der Tisch reichlich mit Nahrung gedeckt ist.

Hugo Wissink, Altenberga
Energiewerk Baum kommt nach langer Winterpause wieder in Betrieb

Jetzt, Mitte März mit der wärmenden Sonne, mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Zeit der kahlen Äste nun bald vorbei sein wird. Weiden und Erlen sowie Hasel treiben und deren Pollen sind oft die einzige Nahrung der Königinnen von Hummeln und Bienen für den Beginn der Brut zum Aufbau des neuen Insektenstaaten für dieses Jahr.
Kaum später und ebenfalls vor dem Laubaustrieb blühen bald die Schlehen und die Kornelkirschen. Dann folgen mit schwellenden Knospen die Eberesche, Kastanie, Birke, Lärche, Holunder, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Traubenkirsche und Berberitze. Oft Wochen später dagegen sind die Lindenarten, die recht unterschiedlich austreibenden Rotbuchen, die Eichen und zuletzt die Eschen und ganz zuletzt begrünt sich recht zaghaft die mit unserem Klima noch immer nicht so recht vertraute Robinie, auch falsche Akazie genannt.
Die Bäume fahren ihren Stoffwechsel im Frühjahr erst dann an, wenn es eine Zeitlang wärmer draußen ist. Dazu nehmen sie über die Wurzeln wieder mehr Wasser auf und mobilisieren gleichzeitig Reservestoffe, die im Wurzelsystem, aber auch in Stamm und Ästen im letzten Jahr gespeichert wurden. Aus diesen Stoffen werden im Frühling die Blätter gebildet und die vor dem Laubaustrieb erscheinenden Blüten. Erst wenn die grünen Blätter ausgebildet sind und sich die Photosynthese in Gang setzt und selbst aus dem Kohlendioxyd der Luft wieder Zucker, Stärke, Eiweiße und ähnliche Verbindungen hergestellt werden können, braucht der Baum nicht mehr auf seine Speicher zurückzugreifen. Ein Quadratmeter Blattfläche produziert stündlich etwa 1 Gramm Zucker, eine große Buche pro Sommer etwa 1,5 Tonnen. Als Nebenprodukt entsteht der Sauerstoff, den die Tiere und Menschen als lebensspendendes Element benötigen.
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ - 20.05.2009

Massenwanderung des Distelfalters - ein seltenes Phänomen

Leipzig/Halle (Saale). Seit Tagen häufen sich beim Tagfalter-Monitoring Deutschland und an anderen Stellen Meldungen zu außergewöhnlich zahlreichen Beobachtungen von Distelfaltern. Zuerst in Südwestdeutschland, später auch im Osten und Norden des Landes wurde dieses Massenphänomen wahrgenommen.
Der Distelfalter (mit wissenschaftlichem Namen Vanessa cardui) ist ein Wanderfalter, der jedes Jahr erneut in Deutschland einfliegt. Die hiesigen Winter sind zu streng, als dass Raupen, Puppen oder erwachsene Tiere überleben könnten. Die Tatsache, dass die Tiere - aus Nordafrika und dem Mittelmeerraum kommend - die Alpen überqueren, um zu uns zu gelangen, weist sie als exzellente und ausdauernde Flieger aus. Ein Teil von ihnen zieht sogar bis nach Nordschweden und Finnland. Auch Großbritannien und Irland werden problemlos erreicht. Im Jahr 2008 gab es kaum Distelfalterbeobachtungen in Deutschland (http://www.tagfalter-monitoring.de/). Ganz anders hingegen die aktuelle Situation in diesem Jahr: An vielen Orten in Deutschland und auch Frankreich wurden Ströme von Faltern beobachtet, die in schnellem, gerichtetem Flug nach Norden oder Osten unterwegs waren. Beobachter fühlen sich an das Verhalten von Zugvögeln erinnert; eine Kommunikation zwischen den Tieren wie in einem Vogelschwarm gibt es dabei allerdings nicht.
Bei science4you.org, wo neben der Datenbank des Tagfalter-Monitorings Deutschland auch das Online-Meldeportal der Deutschen Forschungszentrale für Schmetterlingswanderungen (DFZS) geführt wird, sind in diesem Jahr schon 300 Sichtungen mit jeweils mehr als 25 Distelfaltern erfasst worden. Bei 98 Meldungen wurden sogar jeweils mehr als 100 Falter beobachtet und immerhin 15 Meldungen beziehen sich auf mehr als 1000 Tiere an einem Ort innerhalb eines Tages. Alleine 11 der letzt genannten Meldungen stammen vom 17.5.2009 aus Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen.
Die ersten Anzeichen für die anstehende Einwanderungswelle wurden bereits Ende März bis Mitte April diesen Jahres aus Spanien und Jordanien vermeldet. Die ersten Distelfalter kamen am 7.5.2009 in Bayern und Baden-Württemberg an, ab dem 10.5. auch in größeren Individuenzahlen. Hessen wurde um den 13.5. erreicht, das Saarland und Rheinland-Pfalz 1-2 Tage später. Am 17.5. dann die ersten größeren Falterzahlen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Beobachtung größerer Wanderzüge in Süddeutschland und Österreich. Am 18.5. erreichte der Strom Niedersachsen und am 19.5. Nordrhein- Westfalen. Von diesem Datum stammt auch die erste Meldung aus Stralsund an der Ostsee.
Was bedeutet eine solche Hochgeschwindigkeits-Invasion einer Art auf breiter Front für die Artenvielfalt und die Situation der Schmetterlinge in Mitteleuropa? Der Distelfalter gilt als Langstreckenwanderer schlechthin und ist aufgrund dieser hohen Mobilität nahezu überall auf der Welt zu finden. So faszinierend das Phänomen der Massenwanderungen beim Distelfalter und weiteren Arten auch ist, gibt es dennoch viele unbeantwortete Fragen. Dies soll sich ändern und gerade Laien können sich hier aktiv an der Forschung beteiligen. Über das Wanderfalter-Monitoring von science4you (http://www.science4you.org/) kann jedermann beobachtete Distelfalter melden. Ergänzende Angaben zum Erhaltungszustand und der Wanderrichtung der Tiere sind sehr nützlich, um Verhaltensmuster besser zu verstehen und Rückschlüsse auf die genaue Herkunft der Falter zu ziehen. Daraus ergeben sich Aussagen zu Klimawirkungen und zum Zustand der Lebensräume der Raupen südlich der Alpen, nicht aber zu unseren heimischen Habitaten.
Betrachtet man ausschließlich die Situation in Deutschland, so gilt das Jahr 2008 für die große Mehrzahl der Arten als relativ schlechtes Falterjahr und normalerweise häufige Spezies wie der Kleine Fuchs, der Admiral oder eben auch der Distelfalter waren kaum anzutreffen. Die Schmetterlingsarmut löste bei den Freiwilligen, die sich am Tagfalter- Monitoring Deutschland beteiligen, aber auch bei vielen Laien Besorgnis aus. Als eine wesentliche Ursache dafür wurde das extrem trockene Frühjahr 2008 ausgemacht. Die Raupen fanden einfach keine Nahrung und konnten sich nicht gut entwickeln. Je spezifischer dabei die Ansprüche einer Art an ihren Lebensraum sind, speziell an die Raupenfraß-Pflanzen, desto stärker können sie durch Klima- oder Landnutzungswandel in ihrem Bestand gefährdet sein. Ein Übriges taten die vorausgegangenen Winter, in denen richtige Kälteperioden fehlten. Zahlreiche Arten überwintern als Puppen und benötigen kalte, frostige Perioden. Ist es zu warm und feucht, so werden die Puppen anfällig für Parasiten oder verschimmeln schlicht.
Somit erklären sich die für Insekten typischen, meist zyklischen Entwicklungen von "schlechten" Jahren im Wechsel mit individuenreichen Vorkommen. Mit Projekten wie dem Tagfalter-Monitoring ist es möglich, den Trend der Bestandsentwicklung über Jahre und Jahrzehnte hinweg zu verfolgen. Am Ende lässt sich dokumentieren, ob das Auftreten einzelner Arten noch im Rahmen der "normalen" Fluktuation liegt oder ob es einen langfristigen Trend zur Abnahme oder auch Zunahme einer Art gibt. Koordiniert wird dieses Langzeitbeobachtungsprojekt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und der Gesellschaft für Schmetterlingsschutz (GfS).
Spannend ist es für die Beobachter in diesem Jahr, die weitere Entwicklung des Distelfalters, aber auch anderer Arten, mitzuverfolgen: Werden sich die geschwächten Bestände des Kleinen Fuchses wieder erholen oder registrieren wir gerade einen generellen Rückgang dieser Art, die doch eigentlich in jedem Garten anzutreffen war? Konnten Arten wie der Trauermantel, der es kühl und feucht bevorzugt, von dem letzten kalten Winter profitieren? Werden sich die Nachfahren der eingewanderten Distelfalter bei uns gut entwickeln können und werden wir dann zum Ende des Sommers wieder einen Massenflug dieser nächsten Generation zurück Richtung Süden beobachten?
Antworten auf diese Fragen werden die Zahlen geben, die seit April von Schmetterlingsfreunden auch in diesem Jahr bundesweit erhoben werden. Für sie heißt es nun wieder einmal pro Woche: Raus auf die festgelegten Beobachtungsstrecken und Schmetterlinge zählen.
Jahrhundertereignis: Invasion der Distelfalter

Der in diesem Jahr bei uns und auch in ganz Deutschland am häufigsten beobachtete Schmetterling war der Distelfalter. In manchen Regionen Deutschlands wurden bis zu 120.000 Exemplare Mitte Mai gesehen. Auch in der Jenaer Region konnten wir am 17. Mai bis zu mehrere tausend Distelfalter an verschiedenen Stellen beobachten. An den ersten warmen Tagen zu Ende des Monats April wurden bei Begehungen auf dem TÜP Rothenstein Tagpfauenauge, Zitronenfalter, Schwalbenschwanz und Aurorafalter recht häufig gesehen, die alle aus der II. Generation vom Spätsommer des vergangenen Jahres stammten und bei uns überwintert hatten.
Für die Tagfalter war es in den Monaten Mai und Juni zu kühl und zu trocken und so konnten nur wenige Arten gesichtet werden. Aber auch im Juli, mit sehr viel Nässe, hielt sich die Anzahl der Arten in Grenzen. Erst mit Einsetzen der Augusthitze kamen auch die Falter aus ihren Nischen heraus und man konnte an den Trockenhängen um Jena und im Reinstädter Grund zahlreiche Arten bei Gaukelflügen, beim Nektarsaugen und bei der Paarung beobachten. Mitte August wurden an einem heißen Tag auf dem TÜP Rothenstein 15 Tagfalterarten gesichtet, darunter Großer und Kleiner Perlmuttfalter, Landkärtchen, verschiedene Bläulingsarten, Kleiner Würfelfalter, Admiral und Schachbrettfalter. Auf Luzernfeldern im Reinstedter Grund konnte man an den letzten warmen Tagen zu Ende August hunderte Exemplare von Kaisermantel und Tagpfauenauge beim Besuch der blau blühenden Luzerne bewundern. Bereits Anfang September ging der Schmetterlingssommer bei uns zu Ende.
Über die Invasion der Distelfalter wird es zu einem späteren Zeitpunkt ausführliche Informationen hier an dieser Stelle geben, da die Auswertungen dazu noch im Gange sind.