Insektenschutz


Bienen brauchen unsere Hilfe

Das Frühjahr ist da und mit der wärmenden Sonne kommen auch die Bienen und Hummeln, die Eintagsfliegen, Wespen und Hornissen aus ihren Winterquartieren.
Die Insekten suchen nach ihnen genehmen Brutmöglichkeiten und brauchen Nektarquellen. Die sind jetzt, Ende März, nicht so reichlich vorhanden. Durch die intensive Landwirtschaft gibt es auf den Wiesen und Feldern nicht mehr so viele Blütenpflanzen wie vor 30 bis 40 Jahren. Für die Bauern sind das nur Unkräuter. Die industrielle Landwirtschaft hat die meisten Felder und Wiesen in hoch produktive, insektenfeindliche Bereiche umgewandelt, in denen es kaum noch blühende Pflanzen gibt. Es herrscht Mangel an Blütenpflanzen für die Bienen. Es wäre gut, wenn es in Thüringen mindestens 10 % ökologische Vorrangflächen geben würde, das heißt unbewirtschaftete Flächen vor allem im Offenland. Dadurch kann die biologische Vielfalt in der Fläche gefördert werden. Auch Blühstreifen, Ackerfeldraine und Ödland dienen als zusätzliche Nahrungsbereiche. Davon gibt es derzeit leider nur wenige.
Eine große Bedeutung kommt den Haus- und Kleingärten in Jena und im Landkreis zu, denn ohne ihre blütenreichen Staudengärten, alten Obstsorten und Steingärten wäre der Bienenbestand noch geringer als er ohnehin schon ist.
Für 500 g Honig fliegen die Bienen bis zu 9 Millionen mal zu den Blüten; das entspricht einer Strecke von etwa 3 Erdumrundungen. Nur gut, das es in Jena und im SHK noch Gartenfreunde gibt, die auch in diesem Frühjahr viele bunte Blumenbeete anlegen - zu ihrer Freude - und für den Erhalt der Honigbienen und anderer Flug-
insekten.
Besonders gern von Bienen besuchte Blütenpflanzen sind: Krokusse, Astern, Disteln, Minzen, Goldrute, Sonnenblume, Malven, Lavendel, Witwenblume und Thymian.

Klaus Götze, Ehrenvorsitzender

Bienenfreundlicher Garten